Briefing Imagefilm: Die Checkliste aus der Praxis der Profis

Anleitung zur erfolgreichen Zusammenarbeit

Briefing Imagefilm Checkliste aus der Praxis für Profis
Checkliste: Das perfekte Briefing für Film und Video

Die Checkliste „Briefing Imagefilm“ richtet sich an Unternehmen und Auftraggeber. Denn nur mit einem professionellen Video-Briefing kann eine Videoproduktion die Erwartungshaltungen des Bestellers erfüllen.

Für Imagefilme ist die korrekte und umfassende Formulierung der Ausgangslage in Form einer erprobten Checkliste eine wichtige Basis für die erfolgreiche Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Nur mit dem richtigen Briefing für einen Imagefilm ist die Produktion eines wirkungsstarkes Imagevideo effizient möglich. Ebenso erreicht man nur damit vorab definierten Kommunikationsziele ohne Irr- und Umwege.

Briefing Imagefilm ChecklisteUnmissverständlich formulierte Erwartungen, schon zu Projektbeginn kommunizierte Schnittstellen und gemeinsam definierte Meilensteine sind im Projektgeschäft eine Erfolgsgarantie.

Filmpuls Magazin

Das „Briefing Imagefilm“ legt die Basis zum Erfolg. Es formuliert die Aufgabenstellung, definiert Termine und inhaltliche wie technische Parameter.

Die nachfolgende Aufzählung versteht sich als Leitfaden und Orientierungswert. Abhängig von Art und Ziel des Imagefilms sind Anpassungen zwingend erforderlich.

Briefing Imagefilm: in drei Schritten zum Erfolg

Die Muster-Checkliste für Unternehmen für ein Imagefilm-Briefing zum Imagefilm erstellen umfasst drei Checklisten:

  1. Eckdaten, die für einen Film wichtig und die Filmkosten wichtig sind
  2. erforderliche Punkte zur Erarbeitung eines Filmkonzepts
  3. Kriterien zur Auswahl einer Filmproduktion- oder Videoproduktion

Abhängig von der Aufgabenstellung und Größe des Filmprojekts ist eine Anpassung und Erweiterung der Listen für das Briefing eines Imagefilms sinnvoll.

A. Checkliste für Einholung einer Filmofferte

Teil A der Film-Checkliste für ein Imagefilm-Briefing umfasst unter anderem die Nennung der wichtigsten Eckdaten, Sicherstellung der Kommunikation, Erwähnung der Termine, Ansprechpartner und die technischen Rahmenbedingungen.

No.Eckdaten und Punkte, die im Briefing Imagefilm beantwortet sein müssenStatus
1.1Non-Disclosure erforderlich/sinnvoll? (ja/nein)
1.2Ansprechpartner und Kontaktdaten aufgeführt?
1.3Zusammensetzung Projektteam Kundenseite erwähnt?
1.4Dauer interne Entscheidungsprozesse für Freigabeprozesse?
1.5Check, ob Briefing für den Imagefilm angekommen ist
1.6Sind für Verständnis des Imagefilm Briefings zusätzliche/neue Informationen nachzureichen?
2.1Bis wann ist Offerte abzugeben?
2.2Bestandteile der Offerte definiert (Filmskizze Budget etc)?
2.3Auf welchem Weg ist Offerte abzugeben? (Email Upload etc.)
2.4An wen ist die Offerte abzuliefern?
2.5Minimal-/Maximalumfang der Offerte definiert?
2.6Referenzfilme (oder Negativbeispiele) erwähnt?
2.7ist der Distributionsweg genannt?
3.1Qualitätsvorgaben und angestrebte Wirkung im Imagefilm Briefing definiert?
3.2Filmlänge(n) erwähnt (Richtwert/Vorgabe/offen)?
3.3Technische Endqualität/Abgabeformat aufgeführt?
3.4Einsatzorte und -Dauer und Medien festgelegt?
3.5Exklusivität für Darsteller (ja/nein)?
3.6Zwingend notwendige Drehorte? (Fabrikationsstätten o.ä.)
3.7Zwingend in Prozesse einzubindende VIP’s? (CEO CFO o.ä.)
3.8Unterschiedliche Längenversionen im Imagefilm Briefing enthalten?
3.9Anzahl der Sprachversionen?
3.10Vorbestehende grafische Elemente? (Logo etc.)
3.11Filmformate definiert?
3.11Videoformate definiert?
4.1Angabe über Zeitpunkt der Auftragsvergabe?
4.2Produktionszeitraum im Briefing Imagefilm vorgegeben?
4.3Fertigstellungstermin/erster Einsatztermin?
6.1To Do’s definiert? („Was zwingend erwartet wird“)
6.2Don‘ts definiert? („Was keinesfalls geschehen darf“)

Checkliste für Unternehmen und Organisationen: Briefing Imagefilm

B. Checkliste für Inhalte: Kreativ-Briefing Imagefilm

Teil B der Film-Checkliste für das perfekte inhaltliche Briefing für einen Imagefilm betrifft die Inhalte. Die hier aufgeführte Muster-Liste basiert auf der Annahme, dass die Inhalte erst noch zu erarbeiten sind und die Film-Kreation ein Teil der Aufgabe des Produktionspartners ist.

No.Antworten, die im Briefing für einen Imagefilm aufgeführt werden müssen
1Wie lautet die Kernaussage des geplanten Films oder Videos? (wichtigste Botschaft)
2Welche Personen müssen zwingend im Film vorkommen (Bsp: CEO o.ä.)
3Welche Drehorte müssen in den Imagefilm eingebunden werden (Bsp.: Fabrikationsstätten)
4Wer ist das Zielpublikum? („Alle“ als Antwort ist verboten!)
5Was darf auf keinen Fall im Film thematisiert werden?
6Was ist auf jeden Fall im Film zu thematisieren?
7Welche Ereignisse sind zwingend ein Thema?
8Welche weiterführenden Informationen (Brand Manual, etc.) bestehen

Checkliste für Auftraggeber: Briefing Imagefilm

C. Checkliste für die Evaluation einer Videoproduktion

Teil C der Film-Checkliste „Briefing Imagefilm“ dient zur Bestimmung und Auswahl des bestmöglichen Produktionspartners.

No.Prüfpunkte (Stichworte für wichtigste Themenfelder)
1Bewertung der Liste der Referenzkunden? (evtl. mit Tel-Check)
2Wie hat der Produktionspartner vergleichbare Aufgabenstellungen gelöst?
3Ausgewiesenes Fachwissen sichergestellt?
4Wie viel Erfahrung ist vorhanden?
5Talent erkennbar? (nicht nur künstlerisches, auch für Projektleitung)
6Wie viele andere Kunden hat die Produktionsfirma?
7Qualität des Showreels?
8Wie stark geht die Produktionsfirma auf die Wünsche des Auftraggebers ein?
9Preis-Leistungsverhältnis?
10Chemie und persönlicher Umgang

Checkliste für Unternehmen und Organisationen

Weitere Informationen

Zur Frage der Videolänge, die aus Sicht von Filmpuls nur als RICHTWERT in ein Imagefilm Briefing gehört, gibt der Artikel Wie lang muss ein Video sein? im Detail weitere Auskunft.

Der Filmpuls-Artikel Checkliste für Dreharbeiten enthält weitere 55 Prüfpunkte für die Herstellung von Film und Video.

Weitere Informationen zum Briefing Imagefilm und von Inhalten finden sich bei Filmpuls in Form von Checklisten unter anderem in den Beiträgen 15 Punkte, die jedes gute Filmkonzept enthalten muss und Gutes Storytelling mit der CSI-Formel erkennen und optimieren, der Serie zu CEO Videos und im Artikel zur Wichtigkeit von YouTube Web-Video Thumbnails für hohe Klick-Raten.

Auch interessant für Unternehmen: Checkliste für das Casting von Statisten und Darstellern für Film und Fernsehen

Die aufgeführten Checklisten sind ein exklusiver Zusammenzug aus Unterlagen aus dem Weiterbildungs-Workshop »Das richtige Briefing für einen Imagefilm – einfach gemacht« für Kunden der Condor Films AG. Die Listen beanspruchen keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Abhängig von der Größe, Art und Komplexität des geplanten Film- oder Videoprojekts empfehlen sich individuelle Ergänzungen und Anpassungen.


Im Interesse der Lesbarkeit ist im gesamten Text die männliche Form verwendet; die weibliche Form ist selbstverständlich immer miteingeschlossen. | © filmpuls online magazin logo

Wer ist Philippa von Wittgenstein? 6 Artikel
Philippa von Wittgenstein ist Produktionsleiterin und Producerin für Film und Fernsehen.

3 Leser-Erfahrungen

  1. Endlich eine professionelle Stelle, die keine Geheimniskrämerei um ihr Filmwissen betreibt. Danke für die Info.

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