Video bearbeiten: Die 6 besten Gratis-Programme im Profi-Test

Was taugt kostenlose Video-Editing Software aus Sicht des Profis?

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Video bearbeiten- kostenlose Videoschnitt-Programme im Test

Erst durch den Schnitt findet das Bewegtbild zu seiner Wirkung. Darum stellen wir Dir hier die besten Programme für kostenlose Videobearbeitung vor. Du wirst sehen, Video bearbeiten mit professioneller Software ist keine Frage des Budgets. 

Der größte Vorteil an Freeware: Bist Du mit dem Editor Deiner Wahl nicht glücklich, kannst Du ohne Geld zu verlieren zum nächsten Programm wechseln und dieses ausprobieren. Das zwingt umgekehrt die Anbieter der Programme für Video bearbeiten, Dir mit ihrem Produkt möglichst viel zu bieten.

Alle wichtigen Informationen zum professionellen Videoschnitt für Einsteiger, die über Software und Technik hinausgehen, findest Du hier. Eine einfach verständliche Anleitung zum Dreh und für die richtige Produktion von A bis Z kannst Du hier gratis bekommen. Wenn Du willst, kannst auch Du die Filme drehen schneiden wie dir Profis! Wir zeigen Dir hier die besten Gratis-Tools für den Videoschnitt:

Rang 1: DaVinci Resolve | Black Magic Design

Davinci Resolve - Video bearbeiten: kostenlose Schnittprogramme im TestDaVinci Resolve hat seine Wurzeln in der professionellen Farbkorrektur. Die Firma Black Magic Design hat den ursprünglichen Entwickler übernommen und in den letzten Jahren aus dieser äußerst erfolgreichen Software ein vollwertiges Bearbeitungswerkzeug entwickelt. Dieses macht mittlerweile auch etablierten Anbietern wie Adobe Premiere oder Avid Dampf unter dem Hintern.

Die Software bekommst Du zum Video bearbeiten in zwei Versionen: als kostenloses Programm und als professionelle Studio-Version für etwas über €250.

Das kostenlose Programm enthält alle Funktionen der kostenpflichtigen Studio-Version. Aber bestimmte Tools (wie z. B. Teamzusammenarbeit und Rauschunterdrückung) können erst aktiviert werden, wenn Du die Bezahlversion erwirbst. Trotzdem sind die meisten Funktionen, die Hobbyisten und Enthusiasten am häufigsten nutzen, kostenlos erhältlich. Die kostenfreie Version darf allerdings nur für nichtkommerzielle Zwecke von Dir eingesetzt werden. Sie arbeitet mit Auflösungen bis zu UHD und 60fps (nur die kostenpflichtige Version unterstützt 4K!) und lässt Dich neben dem mächtigen Farbkorrektur-Tool auch auf leistungsstarke Tools wie Fairlight und einen professionellen, aber trotzdem einfach zu bedienenden Audiomixer, zugreifen.

Diese Freeware transportiert Dich kilometerweit über den normalen Consumer-Bereich für Video bearbeiten hinaus. Mit einem leistungsstarken Satz von Profi-Tools, seinen umfangreichen Ressourcen für die Bearbeitung, Farbkorrektur und Gradierung sowie für Audioaufnahmen und -mischungen lässt die Software keine Wünsche offen.

DaVinci Resolve ist damit ein ernsthafter Konkurrent für Adobe Premiere (das nur in einer kostenpflichtigen Version erhältlich ist). Anfänger ohne Vorkenntnisse benötigen für den Einstieg in den Videoschnitt mit diesem Programm aufgrund der Vielzahl an Möglichkeiten allerdings etwas Zeit und eine eher steile Lernkurve.

Vielzahl an Möglichkeiten

Alle Hauptfunktionsbereiche sind beim Video bearbeiten als Registerkarten am unteren Rand des Hauptfensters zugänglich. Die Registerkarte «Media» zeigt Dir alle Deine Clips, Bilder und Musikdateien in einer Vorschau an. Mit «Edit» kannst Du auf alle Ihre Festplatten zugreifen, sodass Du von überall auf Ihre Assets zugreifen kannst. Eine praktische Timeline-Ansicht gibt Dir die Möglichkeit, die Größe und das Layout der Einstellungen anzupassen.

Im Hauptarbeitsbereich wird ein großes Bildfenster in der oberen Mitte des Fensters zentriert. Dieses ist umgeben von einer Toolbox, einer Zeitleiste und einem Soundmixer unten rechts, den Du auf Wunsch auch ausblenden kannst. Das Pulldown-Menü im Arbeitsbereich bietet Dir eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Oberfläche an Dein Projekt anzupassen. Dazu ziehst Du einfach ein Projekt per Drag-and-Drop auf die Zeitleiste. Grundlegende Änderungen kannst Du vornehmen, indem Du mit einem Rechtsklick auf das Fenster und auf die Einstellungen der Steuerelemente zugreifst.

Die Haupttoolbox der App bietet Übergänge, Titel, Generatoren, Filter und Audioeffekte. Ein Klick auf jede Auswahl zeigt Dir die eingebaute Bibliothek an.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten

DaVinci Resolve ist ein Programm zum Video bearbeiten mit vielen Funktionen. Dazu gehören auch:

  • Multicam-Bearbeitung: DaVinci’s Multicam-Bearbeitungstools beinhalten einen dreiteiligen Workflow. Zuerst erstellst Du Multicam-Clips aus den einzelnen Kamerawinkeln und platzieren diese in einer Zeitleiste. Aktiviere danach den Multicam Viewer. Schon bist Du bereit, zwischen den Aufnahmewinkeln synchron zu schneiden und hin und her zu wechseln.
  • Fairlight-Audio: Dies ist eine professionelle Funktion, die als End-to-End-Workflow für die Audio-Postproduktion konzipiert wurde. Sie bietet Tonbearbeitung, Aufnahme und ADR (Dialogersatz), Mischung sowie Soundeffekte. Auch wenn Du kein Audio-Profi bist, kannst Du die Lautstärke direkt im Edit-Interface anpassen, was bei den meisten Produktionen zuverlässig funktioniert.
  • Farbkorrektur: DaVinci Resolve war früher «nur» ein professionelles Farbkorrektur-Tool. Heute ist das Farbtool in eine größere Anwendung integriert und über die Registerkarte «Farbe» zugänglich. DaVinci verwendet Nodes, ein Container-ähnliches System, um Farbkorrekturen vorzunehmen. Nodes verhalten sich wie Ebenen. Man kann sie aktivieren oder deaktivieren, um verschiedene Einstellungen zu vergleichen.

Die Software bietet Dir beim Video bearbeiten außerdem zahlreiche eingebaute Spezialeffekte und Übergänge sowie einen leistungsfähigen Bild-Stabilisator.

Hardware und Playout

DaVinci wurde für Hardware gebaut, die mehr Power hat als der durchschnittliche Laptop aus dem Supermarkt. Je nach Rechenleistung kann das Ausspielen von Clips auf älteren oder schwachen Geräten störend langsam sein. Eine Viertelstunde für das Rendering einer Film-Sequenz von 5 Minuten ist, abhängig von der Anzahl der Effekte, bei einem Rechner ohne High-Performance Grafikprozessor gut möglich. Zum Vergleich: Shotcut und iMovie benötigen für einen Film mit der gleichen Länge (aber mit weniger Effekten) nur rund 2 Minuten.

Und: Bei ungenügender Ausstattung der Hardware kann das Programm während des Renderings sogar manchmal abstürzen. Installiere die Software darum wann immer möglich auf einem Computer mit Multimedia-Konfiguration.

DaVinci Resolve liefert Dir voreingestellte Rendereinstellungen für YouTube, Vimeo, Final Cut Pro und Premiere XML. Deine Filme kannst Du beim Video bearbeiten in etwa einem Dutzend gängiger Formate und einer Fülle von Codecs, Auflösungen und Bildraten exportieren. Separate Registerkarten ermöglichen eine Feinabstimmung der Audio- und Dateispezifikationen. Da Vinci Resolve lädt Deine Filme nicht direkt auf Social Media, aber rendert sie nach spezifischen, Social Media-freundlichen Vorgaben.

Fazit: DaVinci Resolve ist das perfekte Gratis-Programm für Video bearbeiten für Nicht-kommerzielle Anwender, die einen anspruchsvollen, professionellen Videoeditor suchen.

Rang 2: Avid Media Composer First | Avid Technology

Chart Avid Media Composer First - Video bearbeiten: kostenlose Schnittprogramme im Test

Avid wurde 1987 gegründet und setzte sich mit der gleichnamigen Software schnell an die Spitze der digitalen Bildmontage. Ob Hollywood oder Deutschland, ob Spielfilm oder TV-Spot: die Marke war beim Video bearbeiten früh der Inbegriff für die Digitalisierung der Schnittplätze.

Der Avid Media Composer First bietet Dir für die Bearbeitung alle Funktionen der Vollversion kostenlos an. Einschränkungen gibt es nur beim Playout und bei einigen technischen Einstellungen. Im Gegensatz zu vielen anderen Editoren für den Videoschnitt kannst Du also alles tun, was sein großer Bruder kann.

Unterschied zur Bezahlversion

Begrenzt sind bei der Gratisversion folgende Dinge:

  • die Anzahl Videospuren (maximal 4)
  • die Audiospuren (nicht mehr als 6)
  • die Bins (bis zu 5)
  • Filmmaterial kannst Du zwar in höheren Auflösungen als HD importieren, aber nur als  SD- und HD-Videos exportieren. Um Dein Projekt in 4K auszuspielen, musst Du die Vollversion erwerben.
  • der Export ist auf HD bis zu 60 Bilder pro Sekunde als Quicktime Movies in H.264 oder DNxHD limitiert.

Der Media Composer First offeriert Dir beim Video bearbeiten die einzigartige Möglichkeit, Dich zu Beginn Deiner Karriere als Cutter, Filmemacher oder Videoproducer kostenlos in den Workflow eines professionellen Schnittprogramms einzuarbeiten. Der Hersteller Avid sieht die Starter-Version denn auch in erster Linie als Tool für angehende Profis, Hardcore-Fans und Studenten.

Diese Software für Video bearbeiten setzt Dir mit Bezug auf das Rohmaterial gewisse Vorgaben. Nur wenn Du diese einhältst, hast Du Dein gedrehtes Videomaterial in der Bearbeitungsumgebung ohne Probleme zur Verfügung. Wenn Du zum Beispiel Bildraten mischst, musst Du die Bildrate auf den Wert anpassen, in dem Du das Material schneiden willst. Hier unterscheidet sich das Programm von anderen Schnittprogrammen. Er zwingt Dich beim Start Deines Projektes zu Entscheidungen, die Du dann später nicht mehr ändern kannst. Du magst das mühsam finden, aber so arbeiten Profis. Andere, halbprofessionelle Programme sind da flexibler. Dort kannst Du jederzeit Deine grundlegenden Parameter noch während dem Schnitt ändern.

Einsatz

Bei den meisten Projekten ist die Begrenzung der Bild- und Tonspuren kein Hindernis.

Nachdem Du das Programm installiert hast, kannst Du direkt mit Video bearbeiten loslegen. Da der Workflow auf den ersten Blick und ohne Vorwissen nicht ganz einfach zu durchschauen ist, solltest Du folgende Tipps beachten:

  • Als Erstes musst Du ein Projekt anlegen und den von Dir gewünschten Speicherort wählen.
  • Um mit der Bearbeitung zu beginnen, musst Du Dich dafür entscheiden, entweder auf die Originaldatei zu verlinken oder das Material durch Transcodierung zu importieren.
  • Um eine Zeitleiste zu erstellen, siehst Du Dir den Clip an, mit dem Du beginnen möchtest und markierst ihn mit «I» für in und «O» für out.
  • Clips platzierst Du  in der Zeitleiste, indem Du «B» drückst. Damit öffnet sich ein neues Fenster. Dieses fragt Dich nach dem Raster und der Editierrate für Dein Projekt. Raster ist die Auflösung und Editierrate ist die Bildrate. Danach nutzt Du die Dreipunkt-Bearbeitung, indem Du  den In, Out und Overwrite-Punkt angibst.

Mit diesen Befehlen lässt sich die Software einfach bedienen. Du benötigst nicht einmal eine Maus dazu. Entsprechend flink erfolgt der Schnitt durch einen geübten Cutter.

Wie die Vollversion verfügt auch Media Composer First über eine vollständige Auswahl an Farbkorrektur-Tools mit Scopes zum Video bearbeiten. Das Programm bietet Dir  ein Titel-Tool und kann auch wackeliges Filmmaterial stabilisieren. Auch Filmmaterial zu beschleunigen (Zeitraffer) oder verlangsamen (Slow Motion / Zeitlupe) ist problemlos möglich. Dein fertiges Werk kannst Du direkt auch auf die meisten Social Media Plattformen exportieren.

Auf dem Avid-Marktplatz kannst Du online zusätzlich noch Plugins kaufen, die Dir weitere Bearbeitungsoptionen eröffnen. Willst Du später mit der Vollversion arbeiten, schlägt die Lizenz dafür mit ungefähr €17 pro Monat auf Dein Budget. DDie Kosten bewegen sich damit im gleichen Rahmen wie für das nur als Bezahlversion abonnierbare Adobe Premiere.

Hardware

Hardwareseitig läuft das Gratis-Programm nur dann stabil, wenn Dein Computer einen Arbeitsspeicher (Memory) von mindestens 6 GB besitzt. Besser sind 8 GB oder mehr.

Wenn Du mit UHD arbeitest oder hohe Frameraten einsetzt, sind 16 GB erforderlich. Ob PC (ab Windows 7) oder Apple spielt dabei keine Rolle.

Rang 3: Shotcut | (Open Source)

shortcut - Video bearbeiten: kostenlose Schnittprogramme im TestShotcut ist ein quelloffener, plattformübergreifender Editor für die Video bearbeiten mit Windows, Mac und Linux. Die Freeware arbeitet mit einer Vielzahl von Formaten und Auflösungen von bis zu 4K.

Shotcut spricht mit seiner breiten Formatunterstützung und seinen zahlreichen Audio- und Videoeffekten und Bearbeitungsfunktionen Profis und Enthusiasten Speichermassen an.

Allerdings kann auch hier (so wie bei DaVinci Resolve) die Komplexität  den Anfänger auf die Probe stellen. Wer möglichst schnell mal kurz einen Videoclip von seinem Urlaubswochenende zusammenschustern will, um es mit Familie und Freunden auf Facebook oder YouTube zu teilen, wird keine Freude an den vielen Möglichkeiten haben.

Wenn Du Shotcut zum ersten Mal zum Video bearbeiten startest, sieht das Programm aus wie jeder andere Media-Player: einfach und spartanisch. Unter der Einstellung «Ansicht» kannst Du die Fenster der Benutzeroberfläche bei selektiv einblenden, während andere ausgeblendet bleiben. Wenn aber alle Optionen sichtbar sind, wird die Menge an Informationen schnell überwältigend. Dann spürst Du bei Shotcut die ganze Komplexität des Filmemachens und bemerkst, was unter der Motorhaube dieser Software für Möglichkeiten schlummern.

Nutzerführung

Shotcut nimmt Dich nicht Schritt für Schritt an der Hand. Umgekehrt begrüßen erfahrene Anwender sicherlich die Flexibilität, die das Programm dem User bietet. Zum Beispiel ist das Codec-Popup-Menü weitaus umfangreicher als bei den meisten anderen Videobearbeitungsprogrammen. Hier gibt es nicht nur MOV und MPEG 4, sondern wie es sich für ein Profi-Programm gehört auch Dutzende von Codecs von A wie asv2 bis Z wie zmbv.

Im Gegensatz zu den meisten Consumer-Anwendungen für Video bearbeiten kannst Du mit Shotcut sofort loslegen. Du ziehst Clips einfach in die Timeline oder in den leeren Bereich, in den die Timeline gehen soll – eine tatsächliche Timeline ist nicht sofort sichtbar. Du musst also nicht zuerst ein Projekt erstellen.

Shotcut bietet Dir eine Multiformat-Timeline, mit der Du Quellvideos mit unterschiedlichen Auflösungen und Bildraten in Dein Projekt integrieren kannst. Zusätzlich kannst Du das Programm auch verwenden, um die Webcam an Deinem Computer als Kamera einzusetzen.

Video- und Audiofunktionen

Zu den Bildfunktionen beim Video bearbeiten gehören Effekte, HTML5 als Videoquelle, Filter, Drei-Wege-Farbkorrekturräder (inklusive Anpassung von Schatten, Mitten, Lichter), eine Vielzahl von Übergängen, Track-Compositing / Blending-Modi und Filter sowie Geschwindigkeitseffekte für Audio- und Videoclips. All dies ist intuitiv und einfach zu bedienen.

Die Software bietet zudem Audio-Scopes für Lautstärke, Peakmeter, Waveforms, sowie einen Spektrumanalysator, Lautstärkeregelung, zahlreiche Audiofilter und spurübergreifendes Mischen. Viele davon sind Prosumer-Tools. Neulinge wollen sich vielleicht nicht sofort darin vertiefen. Aber Benutzer, die sich und ihre Fähigkeiten weiter entwickeln wollen, schätzen die breite Palette der Möglichkeiten.

Shotcut besitzt unzählige Ausgabevoreinstellungen, gibt aber beim Video bearbeiten keine Hinweise darauf, wie man für bestimmte Online-Formate wie YouTube oder Vimeo speichern kann. Hier hilft nur die Konsultation der Dokumentation. Diese erklärt im Detail, wie man auf gängige Formate für Social Media exportiert. Shotcut bietet auch eine Fülle von Tutorials, sowohl eigene als auch von Usern, die alle Aspekte der Nutzung detailliert beschreiben und nachvollziehbar erklären.

Shotcut ist eine superflexible Editierumgebung mit einer etwas unorthodoxen Oberfläche. Die Software für Video bearbeiten läuft stabil, wenn man bereit ist, sich die Zeit für die notwendigen Einstellungen zu nehmen und die damit notwendigen Kenntnisse zu erwerben.

Rang 4: VSDC Free Video Editor | Flash Integro

VSCD Free Video Editor - Video bearbeiten: kostenlose Schnittprogramme im Test

VSDC Free Video Editor ist ein funktionsreicher, nichtlinearer Videoschnittplatz für das Video bearbeiten. Die Software kann auch mit kostenpflichtiger Schnittsoftware konkurrieren.

Mit diesem Editor kannst Du Videoprojekte aus einer Kombination von Videoclips, Standbildern und Audiodateien mit einer Auflösung von bis zu 1.980 x 1.080 (Full HD) und einer maximalen Bildrate von 30 Bildern pro Sekunde erstellen.

Es gibt auch ein eingebautes Tool zum Aufnehmen von Bewegtbild und Standbildern ab Desktop – ideal für Software-Reviews und Tutorials. Die Freeware bietet außerdem eine große Auswahl an Bild- und Audiofiltern sowie Tools für stilvolle Übergänge.

Dein fertiges Projekt kannst Du in einer Vielzahl von Formaten exportieren. Zugleich bietet Dir die Software die Möglichkeit, Ihr Projekt auf DVD zu brennen – eine Funktion, die bei Gratis-Software für Video bearbeiten nur selten verfügbar ist.

Videoprojekte bestehen aus «Objekten», die Videoclips, Bilder, Audiodateien, Sprites (Grafikobjekte), Animationen und viele andere Elemente enthalten. Du kannst diese im Schnitt auf verschiedene Weise überlagern, z. B. durch Überblenden, Überlagern und Maskieren. Wenn Du Bild-in-Bild oder Wasserzeichen-Effekten ieinbauen willst, hast Du das ruckzuck erledigt.

Natürlich kannst Du auch Diagramme und Text Deinem Film hinzufügen. Darum wird die Software oftmals auch für die Erstellung von Präsentationen verwendet.

Jedes Objekt, das Du hinzufügst, kann wie in jedem professionellen Tool zur Bildbearbeitung unabhängig voneinander bearbeitet, verschoben und geschnitten werden. Nichts ist beim Video bearbeiten endgültig, bevor Du Dein fertiges Projekt exportierst. Die Ton- und Bildeffekte beinhalten verschiedene Filter im Instagram-Stil und sogar Spezialeffekte wie Feuer, Rauch und Wasser, die alle vollständig anpassbar sind.

Die neueste Version des Programms ist deutlich schneller als früher. Sie enthält (auch das ist bei professionellen Anwendungen heute meist Standard) ein Stabilisierungstool. Damit kannst Du wackelige Aufnahmen korrigieren.  Die Premium-Version von VSDC Video Editor ist dank der integrierten Hardwarebeschleunigung nochmals deutlich schneller als die kostenlose Version.

Rang 5: Avidemux (64 Bit) | MEAN

Avidemux - Video bearbeiten: kostenlose Schnittprogramme im TestAvidemux ist ein kostenloser Editor für Video bearbeiten, der einfach zu bedienen ist. Dies gilt auch, wenn Du noch nie zuvor Dein eigenes Material geschnitten und bearbeitet hast.

Avidemux eignet sich für die schnelle Erstellung von Clips und einfache Schnitte. Für anspruchsvollere Aufgaben bist Du mit den vorgehend beschriebenen Tools besser bedient.

Avidemux hat eine recht spartanische Benutzerführung. Im Gegensatz zu vielen Editoren gibt es keinen zentralen Ort zum Importieren von Videoclips, Bildern und Audiodateien und keine Zeitleiste mit mehreren Spuren.

Das Schneiden ist so einfach wie das Durchsuchen des Filmmaterials und das Setzen von Start- und Endmarkierungen. Du kannst auch Teile kopieren und löschen oder einen Clip an einen anderen anhängen.

Dazu kannst Du beim Video bearbeiten bis vier Audiospuren auswählen. Jede davon ist einzelnen konfigurierbar und für verschiedene Lautsprecherkonfigurationen adaptierbar.

Glänzen tut Avidemux als Programm für kostenlose Videobarbeitung auch mit seinen Exportoptionen. Diese geben Dir die volle Kontrolle über die Kodierung. Ihre Anwendung ist etwas komplizierter als die anderen Tools, aber keine unüberwindbare Hürde.

Rang 6: iMovie | Apple

iMovie - Video bearbeiten: kostenlose Schnittprogramme im Test

iMovie ist ein Gratis-Programm auf iOS und MacOS. Es funktioniert wie viele Apps von Apple intuitiv. Die Bearbeitung von Clips ist einfach und macht schnell Spaß.

Einsteiger in den Videoschnitt freuen sich über Drag-and-Drop, den einfachen Zugriff auf anderen Multimedia-Dateien und die (in das Programm eingebauten) Lernfunktionen, die automatisch Hinweise darauf geben, wie man eine solide Story dreht, konstruiert und schneidet.

iMovie’s größte Attraktion für Mac-Benutzer ist beim Video bearbeiten die einfache Bedienung und automatisch erfolgende Abstimmung von Hardware und Software. iMovie bearbeitet Filme mit einer Auflsöung von bis zu 4K und 1080p und 60 fps. Jeder Clip kann mit Farbkorrektur und einer Reihe von Bild- und Audioeffekten verfeinert werden. Zudem verfügt iMovie über eine Bibliothek von Titeln, Übergängen und Audio-Tools.

Im Gegensatz zu den meisten Consumer-Anwendungen bietet iMovie allerdings kaum Flexibilität bei den Ausgabemöglichkeiten. Du hast nur eine sehr begrenzte Auswahl an Auflösungen und Qualitätseinstellungen, um Dein Werk zu speichern.

Video bearbeiten: die 6 besten Gratis-Programme

Die hier vorgestellten Gratis-Programme für die Bildbearbeitung sind zum Zeitpunkt dieses Tests frei und kostenlos erhältlich. Du kannst diese online auf Deinen Rechner downloaden. Bitte beachte dabei zwei Dinge:

  1. Erstens nutzt Dir die beste Freeware dieser Welt nichts, wenn Deinem Computer die zum Betrieb notwendigen Voraussetzungen fehlen. Ein Ferrari kann seine Stärken auf einer Schotterstraße nicht ausspielen. Achte darum auf die Erfordernisse an Speicherplatz, Prozessorleistung und Grafikkarten.
  2. Zweitens sind einzelne Programme zwar ohne Bezahlung erhältlich. Im Gegenzug kann sich dabei die Anzahl der Funktionen von der Bezahlversion unterscheiden. Oder aber die Lizenz erlaubt Dir die Bearbeitung nur für bestimmte Zwecke. Beispielsweise den Privatgebrauch und die Nicht-kommerzielle Verwendung.

Noch wichtiger: Die Bearbeitung erfordert, wie alle filmische Disziplinen, nebst Technik / Hardware drei weitere wichtigere Dinge: Wissen, Erfahrung und Talent. Selbst mit der besten Software für Bildbearbeitung gilt beim Video bearbeiten «A Fool with a Tool is still a Fool» (auf Deutsch: Ein Dummkopf mit einem Werkzeug ist immer noch ein Dummkopf.) Trösten kannst Du Dich damit, dass (außer beim Fallschirmspringen) kein Meister vom Himmel fällt. Videoschnitt kann man lernen!


Im Interesse der Lesbarkeit ist im gesamten Text die männliche Form verwendet; die weibliche Form ist selbstverständlich immer mit eingeschlossen. | © filmpuls logo

Pavel Sokolov
Wer ist Pavel Sokolov? 9 Artikel
Pavel studiert Film mit Schwerpunkt Montage. Er mag François Truffaut, Terrence Malick, Dr Pepper, seinen Thermaltake View 71 TG, Musik von Seeed und alle Dinge, die mit der Farbe Rot zusammenhängen aber keinem Lebewesen Schmerzen bereiten.

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