Barbie mit 711 Millionen Box Office auf Überholspur

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Wiedererwachen der Großleinwand | Collage: Sokolov; © Bilder: Warner Bros, Universal Pictures, Paramount Pictures

Barbie verweist bezüglich Box Office die Hollywood-Schwergewichte Mission Impossible und Oppenheimer auf die Plätze. Stehen wir vor dem Comeback der Großleinwand? Tauche ein in unsere Analysen und entdecke, warum bei Tom Cruise, anders als bei Gerta Gerwig und Christopher Nolan, die Korken noch auf den Sektflaschen bleiben müssen.

Mit aktuell 711’395’073 € Umsatz an den Kinokassen weltweit setzt sich »Barbie« an die Spitze der aktuellen Kinostarts. Auf Platz 2 folgt mit einem Box-Office von 408’594’003 € »Mission Impossible: Dead Reckoning, Teil 1«, dicht gefolgt von Platz 3 »Oppenheimer« mit  369’560’378 €.

In der Ganzjahreswertung des Kinojahrs 2023 führt nach wie vor »The Super Mario Bros. Movie« mit über einer Milliarde Box Office (1’231’227 €), gefolgt von »Guardians of the Galaxy, Vol. 3« mit  770’200’757 €. Barbie, obwohl erst am 20. Juli im Kino gestartet, belegt damit schon nach wenigen Wochen Platz 3.

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Der – nicht ganz unerwartete – Verlierer im Kampf um die Spitze der Kinocharts heißt »Indiana Jones und das Rad des Schicksals«. Der Disney-Film bewegt sich weltweit momentan auf Rang 13 der umsatzstärksten Kinofilme. »The Flash«, auch das ein schon früh von Unkenrufen der Kritiker begleiteter Hoffnungsträger aus Hollywood, ist auf Platz 15 zu finden.

Box Office in Deutschland: Barbie auf Platz 2

Auch in Deutschland darf sich der Box Office für Barbie sehen lassen: gleichzeitig in 709 (!) Kinos gestartet, hat die Blondinen-Sage von Regisseurin Greta Gerwig bereits über 7’150’421 € an der Kinokasse eingenommen. Allerdings liegt hier der Film hinter Christopher Nolan’s Oppenheimer mit 16’473’965 € und in Bezug auf die verkauften Kinotickets nur haarscharf vor Mission Impossible 7, dem Action-Spektakel von Tom Cruise mit 7’094’904 €.

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In Österreich hat Oppenheimer in demselben Zeitraum 2’483’431 € eingespielt. Dead Reckoning Teil 1 bisher 1’379’168 €. Zu Barbie liegen in diesem Territorium, ebenso wie für die Schweiz, noch keine Zahlen vor.

Auch in der Schweiz zeigt sich dasselbe Bild: Hier liegt der Box Office von Oppenheimer bei 3’263’196 €, weit vor Mission Impossible 7 mit 1’786’965 €. Der Blick auf die absoluten Zahlen verdeutlicht das unterschiedliche Niveau der Kaufkraft und die starke Währung, was sich trotz einer halben Million weniger Einwohnern als Österreich in einem höheren Boxoffice niederschlägt.

Marketingkosten vs. Ertrag

Die Herstellungskosten von Barbie betragen rund 132 Millionen €. Bei Mission Impossible 7 waren es 265 Millionen €, und für Oppenheimer hat die Produktion mit rund 91 Millionen € zu Buche geschlagen. Stimmt die Faustregel, nach der Hollywood etwa identische Summe für die Herstellung eines Movies nochmals in das Filmmarketing investiert, kommt man bei Barbie auf 262 Mio. Aufwand, bei MI7 auf 530 Millionen und bei Oppenheimer 182 Mio.

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Vor diesem Hintergrund dürften bei Warner Bros, das Studio hinter Barbie, und bei Universal Pictures (Oppenheimer) mit den aktuellen Box-Office-Zahlen die Champagner-Korken bereits geknallt haben. Paramount Pictures und Tom Cruise befinden sich beim Vergleich von Aufwand und Ertrag noch auf der Zielgeraden zum Gewinn.

Die jüngsten Besucherzahlen lassen sich mit der gebotenen Vorsicht, welche die Betrachtung einer kurzen Zeitdauer erfordert, als Trendwende interpretieren:

Das Kino ist zurück.

Wie nachhaltig diese Entwicklung ist, wird sich die nächsten Monate weisen müssen. Nicht zuletzt, weil nur eine Handvoll – zugegebenermaßen einzigartiger – Filme den Streaming-Plattformen in diesem Jahr erfolgreich vor Augen hält, worin die Faszination der Großleinwand, von perfektem Kinosound und einem kollektiven Entertainment-Erlebnis liegen.

Quelle: Inside Kino / Box Office Mojo, Stand: 1. August 2023

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Dieser Artikel wurde erstmals publiziert am 01.08.2023

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