Warner Bros verschiebt zum dritten Mal den Kinostart von »Wonder Woman 1984«

Wonder Woman-Gal Gadot 1984-Kinostart
Wunderfrau kommt zum Weihnachtsfest: „Wonder Woman“ Gal Gadot | © Clay Enos/DC Comics

Hollywood will zurück in die Kinos dieser Welt. Dringend. Doch wenn die Corona-Pandemie das Publikum von einem Kinobesuch abhält, muss sich auch eine Superheldin in Geduld üben: Warner Bros. verschiebt den geplanten Kinostart von »Wonder Woman 1984« bereits zum dritten Mal, nun auf Weihnachten.

Los Angeles, 11. September 2020

Wonder Woman 1984: Kinostart nun an Weihnachten geplant

Die Superheldinnen-Fortsetzung »Wonder Woman 1984« mit Gal Gadot in der Hauptrolle wird von Warner Brothers erneut verschoben: Die aktuelle Fortsetzung der Comic-Verfilmung aus den Jahr 2017 soll nun statt am 2. Oktober neu erst am 25. Dezember 2020 in die Kinos kommen. Ursprünglich sollte der Film mit Superstar Gal Gadot am 5. Juni starten. Wegen Covid-19 wurde er dann zuerst auf 14. August, und später in den Oktober verschoben.

Trotz Mehraufwand für die erneute Verschiebung des Kino-Releases setzt Warner nicht wie Disney mit Mulan auf Heimkino und Streaming, sondern hält zur Freude vieler Fans für »Wonder Woman 1984« weiterhin an einer Kinoauswertung fest.

Wir wissen, wie enorm wichtig die große Leinwand für die Fans von Wonder Woman ist!
Patty Jenkins
Regisseurin

Der neue Film ist die zweite Soloadaption der Wonder-Woman-Figur für das Kino. Regie führt erneut Patty Jenkins. Nach Justice League ist es bereits die dritte Kinoverfilmung mit der emanzipierten Amazonenprinzessin Diana Prince. Gedreht wurde der Spielfilm von Juni bis Dezember 2018. Bereits im Januar 2019 gab die Regisseurin bekannt, dass an einer Handlung für eine weitere Fortsetzung der Franchise gearbeitet werde.

Offizieller Kino-Trailer | © Warner Bros / YouTube

Video ThumbnailWonder Woman 1984 - Offizieller Kino-Trailer

Die Handlung des Spielfilms »Wonder Woman 1984« (unter Fans der Film-Serie auch als WW84 bekannt) spielt zur Zeit des Kalten Krieges. Daher auch die Jahreszahl im Filmtitel.

Wenig Spielraum für Misserfolg

Die vielen Verschiebungen haben auch taktische Gründe. Warner startete als eines der wenigen Hollywood-Studios diesen Sommer trotz Corona in den mit seinem mit viel Vorschuss-Lorbeeren bedachten Mega-Blockbuster »Tenet« im Kino. Weil unklar war, ob die Leute auf die Kinoauswertung anspringen würden, wollte man nicht auch Gal Gadot, und damit zwei wichtige Filme, zeitgleich ins Rennen schicken und sich selbst Konkurrenz schaffen. Zumal beide Spielfilme sich teilweise mit ihren Zielgruppen überschneiden.

Effektlastige Comic-Verfilmungen sind finanziell kein Pappenstiel. Der Aufwand für die Herstellung von »Wonder Woman 1984« wird von Insidern in Los Angeles auf rund 180 Millionen Dollar geschätzt. »Tenet« von Star-Regisseur Christopher Nolan kostete sogar rund 200 Millionen Dollar. Trotzdem spielte das Werk im Sommer am Startwochenende nur 20 Millionen ein – für Hollywood im Vergleich zu einem Kinostart unter normalen Umständen ein sehr mageres Resultat.

Umso mehr muss »Wonder Woman 1984« auch an der Kinokasse für Warner Brothers Wunder wirken. Wann, wenn nicht in der Weihnachtszeit, begleitet von Santa Claus, ist die Wahrscheinlichkeit dazu höher?

Quelle: Hollywood Reporter, Variety

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