Das Unmögliche in deinen Videos mit CGI-Animationen in 2D oder 3D zum Leben erwecken

CGI computer generated imagery video
Alles ist möglich: Computer Generated Imagery | © Adobe Stock

CGI ist zu einem festen Bestandteil der Filmproduktion geworden und wird eingesetzt, um realistische Bilder zu erzeugen, die sonst unmöglich zu erreichen wären. Animationen in 2D oder 3D ermöglicht es Filmemachern, ihre Kreativität zum Leben zu erwecken und Filme zu schaffen, die wirklich einzigartig sind. Ohne computergenerierte Bilder gäbe es viele der kultigen Szenen und Figuren, die wir kennen und lieben, nicht. Und ohne wäre es unmöglich, Filme mit besonderen Effekten zu drehen. Was aber bedeutet das für dich als „normaler“ Filmemacher?

CGI (Computer Generated Imagery) kann dir helfen, realistische Bilder für deine Filme zu erstellen, auch wenn du nicht über die Ressourcen von Hollywood verfügst. Mit 2D / 3D kannst du deine Kreativität zum Leben erwecken und Filme erstellen, die wirklich einzigartig sind. Wenn du also deinem Filmemachen einen zusätzlichen Kick geben willst, vergiss digitale Animationen nicht und lies weiter!

Was kann CGI?

Nehmen wir an, du willst einen Film über einen Drachen drehen. Du könntest versuchen, einen echten Drachen zu finden (viel Glück dabei). Oder du kannst CGI verwenden, um einen realistischen Drachen zu schaffen, der genauso aussieht und sich genauso verhält, wie man dies von einem lebenden Urtier erwartet.

Hier sind fünf Beispiele dafür, was CGI leisten kann und was nicht:
  • CGI kann reale Aufnahmen ergänzen. Es kann Filmbilder erzeugen, die mit traditionellen Filmtechniken unmöglich zu erreichen wären. Du kannst damit eine Figur mit CGI zum Fliegen bringen, ohne Drähte oder Greenscreen-Technik zu verwenden.
  • Computer Generated Imagery kann einen schlechten Film nicht gut machen. Die Qualität des Endprodukts hängt immer noch vom Drehbuch, dem Storytelling, den Schauspielern und der Regie ab.
  • 2D-Animationen oder 3D-Animationen können die Produktion eines Films teurer machen. Aber das muss nicht sein. CGI ist gerade bei 2D-Animationen nur ein Tool im Werkzeugkasten eines Filmemachers und kann in Verbindung mit traditionellen Filmtechniken sogar eingesetzt werden, um Geld zu sparen.
  • Computer Generated Imagery kann komplett neue Welten, ganze Szenen oder gesamte Filme erschaffen. Sie kann realistische Bilder erschaffen, aber auch um Fantasiewelten wie in Avatar zu erzeugen. Es hängt alles von der Vision des Regisseurs (und vom Budget) ab.
  • CGI kann zeitaufwendig und teuer sein, aber das muss nicht so sein. Mit der heutigen Technologie ist es möglich, relativ schnell und kostengünstig hochwertige CGI-Bilder zu erstellen.

Die wichtigste Fähigkeit bei der Erstellung jeder Art von Animation ist das Geschichtenerzählen. Egal, ob du eine 3D-Animation oder einen 2D-Zeichentrickfilm erstellst, die Geschichte ist das Wichtigste. Die zweitwichtigste Fähigkeit ist, dir zum Start die richtige Software auszusuchen.

Wie lerne ich mit CGI animieren?

Wenn du deine eigenen computeranimierten Bilder erstellen willst, musst du zuerst ein paar Dinge über CGI lernen. CGI-Animation ist ein komplexer Prozess, der Modellierung, Texturierung, Beleuchtung und Rendering umfasst. Modellierer/innen erstellen die 3D-Modelle der Figuren und Objekte, die in der Animation verwendet werden. Texturierer/innen fügen den Modellen Farbe und Textur hinzu. Beleuchter/innen stellen die Lichter auf, mit denen die Szene beleuchtet wird. Renderer/innen schließlich erzeugen die endgültigen Bilder aus den 3D-Modellen, Texturen und Lichtern.

Es gibt viele Softwareprogramme, die für CGI-Animationen verwendet werden können, aber die beliebtesten sind Maya von Autodesk und 3ds Max. Wenn du gerade erst anfängst, empfehlen wir dir die Software Maya. Das ist ein großartiges Programm für Anfänger und nicht zu teuer. 3ds Max ist etwas komplexer und auch teurer. Daher ist es eher für Fortgeschrittene geeignet.

Wenn du dich für eine Software entschieden hast, musst du dir ein paar Tutorials suchen und mit dem Üben beginnen. Es gibt unzählige kostenpflichtige und kostenlose Ressourcen. Wir empfehlen dir, mit einigen Lernvideos auf YouTube zu beginnen. Wenn du den Dreh raus hast und die Basis verstanden hast, kannst später zu kostenpflichtigen Kursen oder Büchern übergehen. Damit, und mit genügend Erfahrung, machst du dann den Schritt zum Profi.

CGI-Software: Maya von Autodesk

Die Software Maya von Autodesk ist eine gute Wahl für alle, die in die computergenerierte Animation und Bilderstellung einsteigen wollen. Sie ist erschwinglich und relativ einfach zu bedienen, was sie zu einer guten Option für Anfänger/innen macht. Außerdem ist Maya ein sehr beliebtes CGI-Programm, sodass es für die Software viele Lern-Ressourcen bei YouTube und Support gibt. Und schließlich bedeutet der Ruf von Autodesk als führendes Softwareunternehmen, dass Maya ständig mit den neuesten Funktionen und Technologien aktualisiert wird.

CGI Software Maya

Erfahrene Benutzer/innen können das Programm jedoch als zu simpel oder zu wenig funktionsreich empfinden. Für Einsteiger ist dieses Urteil aber eine positive Einschätzung,

CGI-Software: 3ds Max

3ds Max ist ein Computergrafikprogramm, mit dem du dreidimensionale Bilder und Animationen erstellen kannst. Die Software ist bei professionellen Animatoren und Videospielentwicklern beliebt, da sie eine breite Palette an Funktionen und Werkzeugen bietet. 3ds Max erfordert eine steile Lernkurve. Die CGI-Software ist daher für Anfänger/innen eher nicht zu empfehlen. Professionelle Benutzer/innen werden jedoch feststellen, dass das Programm leistungsstark und vielseitig ist.

Programm für Computer Generated Imagery: 3ds Max

CGI-Software: Blender

Blender ist eine leistungsstarke und vielseitige Software für Computer Generated Imagery, mit der du 3D-Modelle, Texturen und Animationen erstellen kannst. Die Software ist bei professionellen Animatoren und Videospielentwicklern beliebt, aber wegen ihrer Komplexität für Anfänger/innen eher nicht zu empfehlen.

CGI 2D-Animation / 3D Animation: Blender

Soll ich als Einsteiger mit 2D oder 3D-Animationen üben?

2D-Animationen sind in der Regel einfacher und leichter zu erstellen als 3D-Animationen. Das liegt daran, dass sie nicht so viel Modellierung, Texturierung, Beleuchtung und Rendering erfordern. CGI in 3D ist komplexer. Aber die Softwareprogramme, mit denen sie erstellt werden, automatisieren auch hier wie bei 2D-Aufgaben einen Großteil der Arbeit.

Was kann ich als Videoproduktion oder 3D-Artist am Markt mit Animationen verdienen?

Die Marktpreise für einen animierten Film von ca. 1 Minuten Länge beträgt in Europa für eine 2D-Animation zwischen € 4.000 und € 12.000. Für eine 3D-Animation sind für eine fotorealistische CGI-Animation von 30 Sekunden von einem Richtpreis von € 100.000 ausgehen. Alle diese Angaben können, abhängig von der Art der Aufgabe und damit vom Arbeitsumfang, in der Höhe von bis zu 30 % schwanken.

Ein 3D-Artist erzielt im Jahr ein Durchschnittseinkommen von € 30.000 bis € 45.000

Was spricht gegen die Verwendung von Animationssoftware?

Einige Filmemacher/innen glauben, dass CGI die Kunst des Filmemachens beeinträchtigt. Sie argumentieren, dass es bei all den Spezialeffekten und computergenerierten Grafiken in Filmen immer weniger um das Erzählen von Geschichten und immer mehr um visuelle Spektakel geht. Dieses Lager ist überzeugt, dass CGI – so echt eine 3D-Animation auch aussehen mag – den Realismus eines Films beeinträchtigt. Außerdem behaupten einige Regisseure, dass Computer Generated Imagery oft als Krücke benutzt wird, denen es an Vorstellungskraft fehlt und die Filme mit Videogames verwechseln.

So sagt Filmemacher Quentin Tarantino dazu: „Ich bin nicht an CGI Animation interessiert. Es sieht zu perfekt aus. Ich mag Unvollkommenheit.“ Drehbuchautor Joss Whedon zielt in eine ähnliche Richtung, wenn er ergänzt: „CGI ist ein großartiges Werkzeug, aber es ist kein Ersatz für gutes Storytelling“. Filmregisseur George Miller (Mad Max) glaubt sogar, dass der Trend zu immer mehr Computer Generated Imagery in Spielfilmen zu einer Gegenbewegung beim Kinozuschauer führen wird: „CGI ist so sehr aus dem Ruder gelaufen. Das Pendel wird wieder in die andere Richtung ausschlagen, und die Leute wollen, dass die Dinge wieder realer werden.“

Fazit

CGI-Animation ist für Einsteiger ein komplexer Prozess, aber auch sehr lohnend für Filmemacher. Mit etwas Übung und Geduld wirst du in der Lage sein, erstaunliche Bilder zu erstellen, die dein Publikum beeindrucken werden. Lass dich also nicht entmutigen, lerne, bleib dran und vor allem: hab Spaß!

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Pavel Sokolov 40 Artikel
Pavel studiert Film Editing. Er mag François Truffaut, Terrence Malick, Dr Pepper, seinen Thermaltake View 71 TG, Musik von Seeed und alle Dinge, die mit der Farbe Rot zusammenhängen, aber keinem Lebewesen Schmerzen bereiten.

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