Wie plane ich einen Imagefilm? So kommst du zum Erfolg!

Wie plane ich einen Imagefilm
Wie plane ich einen Imagefilm? | © Bildmontage: Filmpuls / Pixabay Free-Photos

Wie plane ich einen Imagefilm? Wer nicht plant, plant sein Versagen, sagt das Sprichwort. Das gilt meist auch bei Videoproduktionen.

Wenn du dich fragst: «Wie plane ich einen Imagefilm?» hast du den ersten Schritt zu einer erfolgreichen Produktion bereits gemeistert. Du stellst Fragen. Das ist nicht ganze, aber schon mal die halbe Miete. Denn ohne Fragen keine Antworten. Und Antworten, die willst du haben und musst du haben. Und zwar, bevor du loslegst.

Darum findest du hier eine geballte Ladung an Informationen und Erfahrungsberichten aus der Praxis.

Das musst du wissen

  • Um einen Imagefilm zu planen, definierst du zuerst die Ziele, die du damit erreichen willst.
  • Anschließend legst du fest, welche Mittel und welchen Aufwand du für die Zielerreichung benötigst.
  • Erst auf Basis dieser Eckdaten gehst du mit der Vorbereitung der Dreharbeiten in die Detailplanung.
  • Schon vorab zum Dreh musst du an die Vermarktung deines Videos denken. Auch diese will frühzeitig geplant sein.

Wie plane ich einen Imagefilm?

Einen Imagefilm zu planen ist nicht so einfach, wie dich manche Videoproduzenten glauben machen möchten. Denn, der Name sagt es ja schon, es geht hier um die Verschmelzung von zwei Dingen, die schon für sich alleine komplex genug sind: Um Image und um Film.

  • Das bewegte Bild ist nicht nur ein Kommunikationsmittel, sondern immer auch ein Wirtschaftsgut mit einer künstlerischen Komponente. Den Spagat zwischen Kunst und Kommerz zu finden, kann risikoreich sein.
  • Zugleich ist, was gemeinhin als Image bezeichnet wird, die Summe einer ganzen Reihe von Faktoren. Dazu gehören der Beliebtheitsgrad, Wertschätzung und Identität einer Marke oder eines Produkts.

Alle diese Elemente können, ähnlich wie künstlerisches Empfinden, hoch subjektiv geprägt sein.

Einfach mal so kurz ein Firmenportrait gedreht, führt selten, oder nur per Zufall, zur gewünschten Wirkung. Denn nur darum geht es: Ein Imagefilm ist ein Transportmittel! Er transportiert Informationen und Emotionen. Bleiben der Informationsstand und die Gefühle des Zuschauers unverändert, ist der Imagefilm für die Füchse.

Ziele definieren bei der Planung eines Imagefilms

Es mag seltsam klingen, banal sogar. Aber wer nicht weiß, was er will, wird das auch nicht bekommen!

Darum gilt es, sich bei der Planung als Erstes klar zu werden: Was ist die Aufgabe des geplanten Imagefilms? Geht es tatsächlich um einen Imagefilm? Oder ist das Video, was produziert werden soll, in Tat und Wahrheit ein Produktfilm, ein Werbefilm, eine Dokumentation? Filmarten definieren ist nicht nur für die Wahl des richtigen Produktionspartners wichtig.

Dabei muss man sich auch fragen, was beim Planen eines Imagefilms ganz am Anfang der Entscheidungskette stehen für Kommunikationsprofis und reflexartig auftauchen muss:

  • Soll ein in sich geschlossenes Video produziert werden?
  • Oder soll das Video modular aufgebaut sein, so dass man die Komponenten je nach Einsatzzweck individuell kombiniert oder mühelos aktualisieren kann?
  • Oder schreit die Strategie, die das eigene Unternehmen in den sozialen Medien verfolgt, nicht vielmehr nach einer Videoserie?

Manchmal, alles andere ist gelogen, ist der gute alte Imagefilm die schlechtere Alternative. Genauso, wie es manchmal besser ist, statt eines Imagefilms zu planen keinen Film zu planen. Videos sind keine Geheimwaffe, die automatisch immer ins Schwarze trifft. Wenn es nur um Zahlen ohne Illustration und Kontext geht, wo Erzählperspektive und Haltung fehlen, ist Bewegtbild das falsche Instrument. (Mehr dazu hier).

Planung der Eckdaten eines Imagevideos

Die wichtigste Frage für viele Auftraggeber (und ebenso für die Mehrzahl der Videoproduktionen) bei der Planung eines Imagefilms ist diejenige des dazu erforderlichen Budgets.

Wer hier seine Hausaufgaben sauber erledigen will, kommt am Einholen von Offerten, zwingend (!) verbunden mit Beispiel-Videos, nicht vorbei. Dabei sollen nicht nur vergleichbare Aufgabenstellungen mit Videos belegt werden, sondern müssen die Videos natürlich auch vom angefragten Lieferanten selbst produziert worden sein.

  • Eine solche Anfrage im Rahmen der Planung eines Imagefilms kann auch als Alternative zum klassischen Pitch erfolgen. Und damit doppelt wertvoll und effizient sein.
  • Auch die Erfahrung im Umgang mit Reverse Budgeting kann schon auf dieser Stufe festgestellt und diskutiert werden.
  • Klar muss sein: Wer bei der Planung eines Imagefilms keine Reserve einplant, hat das Medium Video nicht verstanden. Man kann die Reserve natürlich auch kommuniziert und der Videoproduktion offen legen. Diesfalls vereinbart man, dass diese Mittel nur dann in das Video fließen, wenn der Auftragnehmer ein entsprechender, begründeter Antrag dafür stellt (der natürlich vom Auftraggeber freizugeben ist).

Aber nicht nur der Kostenrahmen, auch Termine, Qualität und das richtige Briefing für einen Imagefilm gehören zu den Eckdaten und sind Teil der Planung eines Imagefilms.

Am Wichtigsten aber ist immer die Frage, wie die Schnittstellen bei der Konzeption und Erarbeitung der Inhalte aussehen. Fasst der Auftraggeber den Aussagewunsch für das Videokonzept korrekt und perfekt in Worte? Oder assistiert dabei schon die Videoproduktion? Ist Co-Creation, die gemeinsame, kreative Erarbeitung der Inhalte, ein Thema?

Vorausplanung der Umsetzung

Ist die Arbeit am Drehbuch, oder sogar am Storyboard, abgeschlossen, gilt es bei der Planung des Imagefilms an die Umsetzung zu denken.

Zuerst muss man sich dabei bewusst sein, dass ein Imagevideo ganz generell vier Stufen durchläuft.

  1. Am Anfang wird der Inhalt als Drehbuch definiert. Das heißt: Wörter beschreiben, was später Bewegtbild werden soll. Der Imagefilm entsteht zum ersten Mal.
  2. Anschließend, bei den Dreharbeiten, übersetzt der Regisseur das Wort in Bilder. Diese Übersetzungsleistung ist, abhängig von der Vorlage, mühelos oder äußerst schwierig. Jedes Medium hat seine eigenen Besonderheiten und unterschiedliche Stärken und Schwächen. Damit findet der Imagefilm eine neue, zweite Form.
  3. Ist der Dreh abgeschlossen, steht der Videoschnitt an. Hier wird im wahrsten Sinne des Wortes editiert. Timing und Pacing, Rhythmus und Aussagen finden erst hier durch die Filmmontage ihre finale Fassung. Darum ist die Bearbeitung eines Videos die dritte Geburt eines Imagevideos.
  4. Abschließend, als vierte Stufe, sieht der Zuschauer das fertige Werk. Das Auge sieht den Film, das Hirn übersetzt ihn. Dabei überwindet das Imagevideo das vierte Mal eine Hürde und entsteht quasi nochmals neu. Diesmal dort, wo es zählt und wo die Wirkung entscheidend ist. Im Kopf des Publikums, für das der Imagefilm gemacht wurde.

Bei der Planung sind diese vier Schritte ein wesentlicher Teil. Wer nicht im Voraus sicherstellt, dass diese vier vorgenannten Entwicklungsschritte kohärent ineinander verzahnt sind, geht ein Risiko ein. Ein Produktionspartner, der dazu keine kompetente Aussage machen kann, ist vielleicht eine Produktion. Aber kein Partner.

Zusätzlich gibt es natürlich noch 1001 weitere Dinge, die für die Umsetzung bei der Planung bedacht und organisiert sein wollen. Sie alle dürfen bei der Frage «Wie plane ich einen Imagefilm?» aber nicht und nie davon ablenken, was am Ende entscheidend und wirklich wichtig ist: die Wirkung. Denn, wie schon gesagt, ein Imagefilm ist ein Transportmittel.

Distribution als zwingender Teil der Planung

Zu den Zeiten von Rotkäppchen war der Film vielleicht noch ein Wolf, der alleine zu seinen Schäfchen gefunden hat. Heute ist dem nicht so. Ein Imagevideo, das ohne flankierende Maßnahmen erfolgreich ist, gehört ins Reich der Märchen.

«Wie plane ich einen Imagefilm?» bedeutet in den Zeiten des Internets und sozialer Medien auch: «Wie bewerbe ich meinen Imagefilm?». Bekommt der Imagefilm eine eigene Landing Page mit Hintergrund-Informationen? Bewerbe ich das Imagevideo in den sozialen Kanälen? Oder mit einem Newsletter? Einer Premiere als Event für Mitarbeitende oder Kunden?

Wie plane ich einen Imagefilm: Zusammenfassung

Von nichts kommt nichts. Umgekehrt ist aber auch wahr: Wer seine Hausaufgaben bei der Planung eines Imagefilms macht, darf auf die Kraft der bewegten Bilder vertrauen!

Studien belegen:

  • Nach einer Stunde kann sich der Mensch gerade noch an 10 % von mündlich kommunizierten Botschaften erinnern.
  • Nach dem Lesen eines Textes kann der Durchschnittsmensch nach 60 Minuten noch 17 % der gelesenen Informationen abrufen.
  • Ganz anders bei Video. Hier beträgt der Erinnerungswert einer Stunde nach dem Ansehen bei erstaunlichen 80 %.

Es geht also beim Medium Imagefilm weniger darum, ob sich der Zuschauer an das Video erinnert, als darum, an was sich der Zuseher erinnert. Und genau dabei spielt die Planung beim Imagefilm eine unverzichtbar wichtige Rolle.

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