Videoformate von A-Z: Alles was Du darüber wissen musst

Die ultimative Einführung (Teil 2)

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Was passiert nun, wenn ein Videoformat in einem Format (Beispiel *.mov) vorliegt und in ein anderes Format (Beispiel *.mp4) übertragen werden soll, weil das Format *.mov sich für einen Anwendungszweck nicht so wie gewünscht eignet? Ist dazu immer das Originalformat erforderlich? Oder kann im Beispiel aus *.mov direkt ein *.mp4 gemacht werden? Und wenn ja, mit welchen Konsequenzen?

Konvertierung

Technisch ist es möglich, ein Video neu in ein anderes Format zu wandeln. Dieser Vorgang nennt sich Konvertierung. Ist das Video bereits konvertiert und nicht mehr in der Ursprungsversion, sind dazu zwei Schritte erforderlich. Zuerst wird das alte Video mit dem alten Codec dekodiert, dann wird das Resultat der Dekodierung mit einem neuen Codec neu enkodiert und als Datei mit den neuen Spezifikationen gespeichert.

Der Informatiker bezeichnet die Überführung einer Datei von einem Dateiformat in ein anderes mittels eines Dateikonverters auch als Transkodierung.

Aktuell existieren 3 Arten, wie eine Datei konvertiert werden kann:

  1. Verlustfreie Konvertierung: Alle Informationen, die im Original vorhanden waren, bestehen in der konvertierten neuen Version weiter. Bei Fotos oder Grafiken ist dies beispielsweise bei der Konvertierung eines Rasterbildes im Format TIFF nach dem Format PNG der Fall.
  2. Verlustbehaftete Konvertierung: Die neue Datei enthält nicht mehr alle Informationen, die in der alten Original-Datei vorhanden war. Das ist bei den sog. verlustbehafteten Komprimierungen der Fall. Komprimiert das Zielformat verlustbehaftet, gehen bei der Umwandlung der Videoformate ein Teil der Informationen verloren. Der Verlust ist allerdings von der „Richtung“ der Konvertierung abhängig: Wird ein Farbbild in Graustufen konvertiert, erfolgt eine Datenreduktion und es tritt damit ein Datenverlust ein. Wird umgekehrt ein Bild in S/W in ein Farbbild konvertiert, geschieht dies ohne Datenverlust (dass das Bild weiterhin in Graustufen vorhanden ist, ist für die technische Betrachtung nicht relevant). Weitere Beispiele wären: WAV -> MP3 ist verlustbehaftet, MP3 -> WAV nicht. HTML -> Textdatei ist verlustbehaftet (die Formatierung geht verloren), Textdatei -> HTML nicht.
  3. Sinnhafte Konvertierung: Diese Art der Konvertierung  kann, muss aber nicht zwingend, einen Informationsverlust zur Folge haben. Die sinnhafte Konvertierung versucht, alle von ihr als wesentlich betrachteten Informationen zu bewahren, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Dazu kann sie die Datei bei der Konvertierung sogar mit Informationen aus externen Quellen ergänzen und anreichern. Bekannte Anwendungsbeispiele einer sinnhaften Konvertierung in der Office-Welt ist die Tabellen-Konvertierung von Excel in das CSV-Format oder zurück.

Ein Sonderfall ist die Konvertierung von Videos für Smartphones. Auf dem iPhone beispielsweise lassen sich bis heute KEINE Codecs nachinstallieren. Ein Video kann nur abgespielt werden, wenn es mit den werksseitig vorinstallierten Codecs kompatibel ist. Viele Programme zur Konvertierung enthalten darum vorinstallierte Settings, die für die Konvertierung die entsprechenden Profile der Geräte und gleich auch deren maximale Bildschirm-Auflösungen berücksichtigen.

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2 Leser-Erfahrungen

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,

    mit großem Interesse habe ich einige Artikel auf Ihrer Homepage gelesen. Mich interessiert aber vor allem die Frage, wie ich am besten Kauf-DVDs konvertieren kann.

    Es geht um Folgendes: Inzwischen hat sich eine ganze Reihe von Spielfilmen bei mir zur Hause angesammelt. Um Platz zu sparen, habe ich vor, einige dieser Filme mithilfe eines Konvertierungsprogramms auf eine Festplatte zu speichern. Derzeit arbeite ich mil dem Konvertierungsprogramm des Herstellers MOVAVI und mit damit auch sehr zufrieden. Wie gesagt, es handelt sich Spielfilme, die ich mir auf einem Notebook (17 Zoll) oder an einem größeren Bildschirm (21 Zoll und mehr) anschauen möchte.

    Aber welches Format ist nun Ihrer Ansicht am besten zur Konvertierung geeignet, um VOB-Dateien ohne Qualitätsverlust auf eine Festplatte abzuspeichern? Hier ein paar Beispiele:

    – MP4 H 264 Originalgröße
    – MP4 H 264 HD 720 p
    – MP4 H 264 Full HD 1080 p
    – MP4 H 262 HD 720 p
    – MP4 H 262 HD 1080 p

    Die Liste könnte man beliebig fortsetzen mit noch anderen Formaten.

    Ich wäre Ihnen daher sehr verbunden, wenn Sie mir in dieser Angelegenheit weiterhelfen könnten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Andreas Blum

  2. Hallo Herr Blum

    Eine gekaufte DVD (PAL) hat eine Auflösung maximal 720×576 Pixel. Eine Konvertierung in MP4 H 264 HD 720 p reicht damit, um die Qualität zu halten.

    Natürlich können Sie mit geeigneter Software die Videos in einer scheinbar höheren Auflösung als Datei abspeichern. Nur: die Qualität wird damit nicht besser. (Siehe: https://filmpuls.info/filmformat-seitenverhaeltnis-bildgroesse/5/ Sie generieren damit einzig größere Dateien, benötigen so mehr Speicherplatz und machen nur die Anbieter von Festplatten oder Cloud-Lösungen glücklich. Ein 21-Zoll-Bildschirm hat eine Auflösung von 1920×1080 Pixel. Schauen Sie sich DVD-Spielfilme in dieser Auflösung an, macht die Qualität wenig Freude. Ausnahme: Sie setzen sich weit entfernt vom Bildschirm, dann werden Pixel und Unschärfen weniger deutlich (Mehr dazu https://filmpuls.info/filmformat-seitenverhaeltnis-bildgroesse/3/.

    Wollen Sie ihre alten Filme in guter Qualität digital genießen, droht Ihnen dasselbe Schicksal wie mir: nochmals neu auf Blu-Ray erwerben oder in einem Abo als Stream anschauen. Das ist ärgerlich, besonders wenn man denselben Spielfilm (weil man ihn schon auf VHS und DVD gekauft hatte) nun zum dritten Mal neu erwirbt.

    Tipp: In das MP4-Format umgespielte Spielfilme lassen sich mit der Software MetaX (www.danhinsley.com) automatisiert beschriften und mit dem Titelbild der originalen DVD versehen. Diese Software ist kostenpflichtig, aber aus meiner Sicht trotzdem ein Must-have für jedes größere digitale Filmarchiv. Mit den Metadaten von MetaX lässt sich ohne Archivprogramm einfach im Explorer nach Titel, Regie und Darstellern suchen.

    Freundliche Grüße, C.P.O.

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