Professionell Einfluss nehmen: Leitfaden für Social-Media- und Influencer-Marketing

Influencer-Marketing
Influencer Marketing | © Foto: freepik

Soziale Medien haben die Welt verändert – nicht nur bringen sie Menschen näher zusammen oder sorgen für Zündstoff, sie erlauben auch Unternehmen, direkten Kontakt zu ihren Kunden aufzunehmen, einen Dialog mit ihnen zu führen und Einfluss zu nehmen. Eine logische Folge ist die Zunahme von Influencer-Marketing.

SIXROOMS - Werbeagentur
© Foto: Sixrooms
Denkimpulse

Gründungsangst kennt Cia Kleffmann nicht. Mit gesundem Selbstvertrauen und viel Expertise hat sich die Grafikdesignerin und dreifache Mutter 2017 mit ihrer Full-Service-Werbeagentur SIXROOMS in München selbstständig gemacht – weil ihr statt eines beliebigen Marketingeinerleis überraschende und quergedachte Projekte am Herzen liegen.

Ohne sich auf eine bestimmte Branche zu spezialisieren, ist das Unternehmen vor allem im B2B-Bereich tätig, zum Beispiel für die Sektoren Automobil, Bankwesen, Einzelhandel, Medizin und Technik.

sixrooms.de

Bereits seit vielen Jahren haben Unternehmen realisiert, dass bei einem jungen Publikum Authentizität und Empfehlungen bekannter Persönlichkeiten eher Zuspruch finden als aufwendig inszenierte Kampagnen.

Auch kleine und mittelständische Betriebe setzen inzwischen auf Social-Media-Videos von einflussreichen Werbern, um die eigene Zielgruppe effektiv zu erreichen und zu aktivieren.

Auf die Zielgruppe kommt es an

Markenbotschafter erhöhen den Bekanntheitsgrad des Unternehmens, verbessern dessen Image und kurbeln den Umsatz an. Jedoch gibt es scheinbar unzählig viele Influencer, Kampagnenarten und Kanäle, weshalb die Wahl des richtigen Botschafters oft schwerfällt.

Wie bei allen Marketing-Aktivitäten und bei Corporate Videos sollte sich auch die Zusammenarbeit mit einem Content Creator an der Ausrichtung des eigenen Unternehmens orientieren.

Um eine positive Resonanz zu bekommen, passt die Community des jeweiligen Influencers idealerweise zu der gewünschten Zielgruppe:

Wer Waschmittel herstellt, wird mit einer Influencerin, die für die Fotos und Videos ihres meist nur in Dessous gehüllten Körpers bekannt ist, schwer neue Kunden überzeugen – so geschehen bei der Kooperation zwischen Coral und Laura Joelle.

 

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Entsprechend gilt es bei der Wahl der Kooperationspartner einiges zu klären. Stehen die digitalen Meinungsmacher für die Werte des Unternehmens? Sprechen sie mit ihren Storys, Videos und Posts zum eigenen Produkt passende Interessenten an? Welchen Einfluss haben sie auf ihre Follower? Und erreichen sie die richtige Zielgruppe über ihre Kanäle?

Häufig genügt hier schon ein genauerer Blick auf den bereits produzierten Content, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Authentizität zuerst

Haben Marken ihren Wunschpartner gefunden, sollen detaillierte Briefings und Kontrollen beiden Seiten die Arbeit erleichtern.

In der Praxis sorgen minutiöse Vorgaben jedoch häufig für kreative Differenzen: Während Unternehmen auf eine plausible Markenidentität achten, hat für Influencer das Ausleben ihrer gestalterischen Freiheit oberste Priorität.

Finden sich beispielsweise viele Werbebotschaften in einem Video, reagiert die Community oft kritisch.

Als positives Beispiel gilt die Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmen Great Lengths und der Moderatorin Sylvie Meis. Bekannt für ihr äußerst gepflegtes Äußeres und schöne Haare erscheint die Kooperation mit dem bekannten Produzenten für Haarverlängerung nur natürlich.

Wird die Marke hingegen überhaupt nicht genannt oder das Produkt nur kurz in die Kamera gehalten, bietet das aus Unternehmersicht keinen Mehrwert.

Treffen sich beide Seiten in der Mitte, gewinnt die Werbung Tiefe und der Kooperationspartner bleibt für seine Follower glaubwürdig. Unter Umständen lohnt sich daher ein Storytelling mit mehreren Influencern, um die Botschaft zu verbreiten.

Weniger ist mehr?

Über eine Million Abonnenten und 30.000 Likes pro Post sind für YouTube, Instagram oder Facebook eine beeindruckende Reichweite, aber Fakt ist:

Mit steigender Followerschaft sinken die Like-Rate und die Anzahl der Kommentare. Entsprechend bleibt das User Engagement gering und mögliche Streuverluste sind enorm.

Micro Influencer mit bis zu 50.000 Abonnenten nehmen hier eine wichtige Rolle ein, denn anders als die internationalen Stars der Szene interagieren sie mit ihrer digitalen Gefolgschaft, haben sich so eine organische Reichweite erarbeitet und gelten häufig als Experten auf einem spezifischen Themengebiet.

Wenn Produkte auf diese Weise direkt der richtigen Zielgruppe vorgestellt werden, stellt eine Kooperation mit solchen Micro Influencern sich meistens effektiver und auch kostengünstiger dar.

Über Cia Kleffmann 1 Artikel
Cia Kleffmann ist Managing Creative Director der Werbeagentur SIXROOMS in München. Ihre Maxime: Fühlen ist die wichtigste Fähigkeit des Kreativen.

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