Martin Scorsese und Leonardo DiCaprio setzen mit Apple auf Streaming

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Leonardo DiCaprio und Martin Scorsese (rechts im Bild) bei der Premiere von »The Wolfe of Wall Street« | © APP

Martin Scorsese ist Hollywood. Und Hollywood ist Martin Scorsese. Kein anderer Regisseur hat mit seinen Filmen die Filmgeschichte stärker geprägt. Nun hat der Oscargewinner, der mit neun Oscar-Nominationen auch hier einen Spitzenplatz einnimmt, einen Deal mit Apple für neue Fernseh- und Spielfilme unterschrieben. Nur Tage zuvor hat auch Leonardi DiCaprio einen Deal mit dem Hard- und Softwareentwickler aus Cuppertino abgeschlossen.

Los Angeles, 12. August 2020

Apple nimmt Scorsese und DiCapro unter Vertrag

Wie verschiedene US-Branchenmagazine vermelden, hat die Regie-Legende Martin Scorsese einen First-Look-Deal mit dem Tech-Konzern Apple in trockene Tücher gebracht. Der Regisseur von Kultfilmen wie „Taxi Driver“, „Gangs of New York“ und „The Wolf of Wall Street„ bereitet mit seiner eigenen Produktionsfirma Sikelia Productions unter anderem einen neuen Spielfilm mit Leonardo DiCaprio und Robert de Niro für Apple TV+, das Streamingportal von Apple, vor. Der Film mit dem vorläufigen Titel „Killers of the Flower Moon“„ und einem Budget über 150 Mio USD soll 2021 seine Premiere feiern.

Wie heute bekannt wird, hat nur eine Woche zuvor auch Hollywood-Schauspieler Leonardo DiCaprio mit seiner Produktionsfirma Appian Way einen First-Look-Deal für Fernseh-Filme unterzeichnet. Ebenfalls für Apple.

First-Look-Vereinbarung mit Apple TV+

Unter einem First-Look-Deal wird das vertraglich eingeräumte Recht verstanden, einen Filmstoff oder einen fertig produzierten Spielfilme als Erster zu sehen und – sofern der Film gefällt – zu kaufen. Ein Filmstudio oder Streaming-Anbieter sichert sich damit exklusiv die Option, Lizenzrechte an einem Film, einer Serie oder einem Drehbuch vorab zu allen anderen Konkurrenten zu erwerben.

Für das Vorkaufsrecht erhält der Filmproduzent oder Regisseur im Gegenzug in der Regel einen fixen Geldbetrag. Diese wird oft in Form einer Garantie für den Kauf zu einem Minimalpreis abgeschlossen. Die Filmproduktion erhält durch solche Deals eine gewisse Planungssicherheit. Zugleich reduziert sich für sie damit auch die Anzahl der Verhandlungspartner, was die Geschäfte vereinfacht.

Erwirbt ein Streaming-Anbieter oder ein Filmstudio auf Basis einer solchen First-Look-Vereinbarung die Rechte an einem Film, Drehbuch oder Serie, darf sie diese üblicherweise auch weiterverkaufen. Oftmals werden im Rahmen eines First-Look-Deals zusätzlich Bonuszahlungen oder Gewinnbeteiligungen am Erfolg einer Serie oder eines Spielfilms vereinbart. Drehbuchautoren erhalten bei einem First-Look-Deal üblicherweise über einen gewissen Zeitraum ein monatliches oder jährliches Salär.

Ob Regisseur, Produzent oder Autor: mit einem First-Look-Deal wird die Zukunft ein Stück weit (finanziell) berechenbar. Umso bezeichnender ist es, dass Stars wie Martin Scorsese und Leonardo DiCaprio für eine kalkulierbare Zukunft offenbar nicht mehr auf Hollywood setzen. Sondern auf Streaming und Apple.

Quellen: Screendaily, Variety, Deadline

Redaktion Filmpuls
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