Wie man als Filmregisseur Schauspieler und Filmcrews richtig anleitet

Achtung bitte: «Wir drehen!»

Wie man als Filmregisseur Schauspieler und Filmcrews anleitet
Wie Du als Filmregisseur Schauspieler und Deine Filmcrew professionell anleitest und führst

Im besten Fall musst Du als Filmregisseur nur lenkend in die Dreharbeiten eingreifen. Das ist immer dann der Fall, wenn Du mit einem eingespielten Team und mit absoluten Profis arbeitest. Ist dies nicht gegeben, hast Du zusätzliche Aufgaben.

In diesem Beitrag erklären wir Dir, wie Du als Filmregisseur mit noch wenig Erfahrung auf dem Filmset Schauspieler, Kameraleute, Filmkomponisten und Deine Filmcrew erfolgreich und professionell führst. Wichtig ist das für Dich, weil die Filmregie für alle künstlerischen Aspekte eines Films verantwortlich ist. Darum musst Du jedem der entsprechenden Mitarbeiter Deine Vision vermitteln.

Bei so vielen Aspekten eines Films unter der Kontrolle eines Regisseurs sind Fähigkeiten in der Menschenführung n unerlässlich. Das große Ganze im Auge behalten, während man sich als Filmregisseur um die Details kümmert, das passende Personal einzusetzen, zu organisieren, planen, delegieren und zu entscheiden – das erfordert Managementfähigkeiten. Ein Regisseur muss führen, Vertrauen und Respekt wecken, damit andere seine Vision unterstützen und erfüllen.

Wie man als Filmregisseur professionelle Schauspieler führt

Das wichtigste, was Du bei der Führung von professionellen Schauspielern für Film und Video verstehen musst ist: weniger ist mehr. Der Schlüssel für den Umgang mit professionellen Darstellern liegt als Filmregisseur im Subtext. Darin gleicht sich die Regiearbeit mit derjenigen des Autors beim Drehbuch schreiben. Wenn der Filmcharakter Anatol der Filmfigur Barbara sagt, er finde Barbara echt langweilig, was meint Anatol damit in Wahrheit? Liebt er die Barbara oder hasst sie? Guter Dialog im Film sagt nie, was ist. Er ist Ausdruck der (meist komplexen) Persönlichkeit eines Charakters im Kontext einer bestimmten Szene und wird durch übergeordnete Handlungslinien bestimmt.

Subtext ist für Dich als Filmregisseur das, was hinter dem Dialog (und über den Dialog hinaus) wirklich passiert. Die Richtung, in welche Du die Schauspieler lenkst, werden von ihm definiert. Darum ist Subtext für Dich, für den Erfolg Deiner Story und für die Qualität des Schauspiels lebenswichtig.

Filmregisseure wählen aus diesem Grund nicht nur Filmschauspieler mit Talent, sondern auch aufgrund ihrer Ausstrahlung. Das bedeutet: auch wenn ein Schauspieler physisch vorgeblich nichts spielt, sondern nur die Filmfigur ist, spürt der Zuschauer die Vision des Darstellers für die Figur.

Wie erkennen Filmregisseure das Talent eines Schauspielers? Das ist einfacher, als Du denkst. Nutze dazu die folgende Regel:

  • Ein guter Schauspieler ist die Filmfigur.
  • Ein mittelmäßiger Darsteller bleibt sich selbst. Er spielt die Figur.
  • Ein schlechter Schauspieler spielt sich selbst.

Was Sie verstehen müssen, ist: Im Filmschauspiel ist weniger mehr. Ein starker Ansatz für herausragende Filmvorführungen ist wie folgt: Wählen Sie ernsthaft talentierte Filmschauspieler, die eine starke Präsenz haben, auch wenn sie nichts tun, eine Vision für die Vorstellung haben, sie kommunizieren und sie zum Experimentieren ermutigen. Verwenden Sie Subtext bei der Regie von Schauspielern.

Darsteller sind ebenso Menschen wie Filmregisseure. Nicht immer ist klar, was der Drehbuchautor beim Schreiben einer Szene im Kopf hatte. Oder was der Regisseur mit seinem Input sagen wollte. Zumal viele Filmregisseure auch bei den Regieanweisungen mit Subtext arbeiten, ganz bewusst oder auch unbewusst. Schauspieler sind dankbar dafür, wenn sie mit der Filmregie über ihre Filmfigur diskutieren können. Sie wissen, dass Inputs (auch auf dem Set) ihre Performance besser und stimmiger machen. Vorausgesetzt, Du bist als Filmregisseur kein Idiot, sondern hast Deine Hausaufgaben gemacht und das Drehbuch verstanden.

Beachte aber immer folgende Faustregel, die auf dem Filmset für alle Schlüsselpersonen gilt: stelle niemanden auf dem Filmset bloß. Schauspieler arbeiten mit Emotionen. Dazu müssen sie höchst sensible Antennen haben und Stimmungen und Zwischentöne sehr viel stärker fühlen, als dies der durchschnittliche Mensch tut. Wenn das Tempo eines Schauspielers korrigierst, kannst Du das natürlich so tun, dass das auch die restliche Crew mitbekommt.

Für alles andere nimmst Du den Darsteller zur Seite. Oder Du besprichst Deine Wünsche mit leiser Stimme mit ihm. Wenn ein Schauspieler aus Deiner Sicht als Filmregisseur etwas wirklich falsch verstanden hat oder falsch macht, demütige ihn nicht und stelle ihn niemals bloß. Schreiende Regisseure machen nicht die Leistung ihrer Mitarbeitenden größer, sondern sich kleiner!

Regie bei nicht-professionellen Schauspielern

Was tust Du, wenn Du keine andere Wahl hast, als mit halbprofessionellen Schauspielern oder mit Laien zusammenzuarbeiten? Diese Situation ist eine Herausforderung für jeden Filmregisseur. Sogar dann, wenn Dein Cast für Deine Charaktere passt, aber die Erfahrung für das Spielen vor der Kamera fehlt.

Trotzdem gibt es solche Situationen im Leben eines Filmregisseurs immer wieder. Nicht nur am Anfang der Karriere. Was kannst Du tun, damit Amateure und semiprofessionelle Darsteller Deinen Film und die Dreharbeiten nicht zum Albtraum machen?

Beachte diese Tipps und wende sie an:

  1. Warne Deine Darsteller (wenn sie das erste Mal einen Film drehen), dass Filmemachen extrem anstrengend ist. Es braucht viel Konzentration. Es gibt lange und für Laien manchmal unverständliche Wartezeiten. Das vielfache Wiederholen einer Einstellung, bis der Regisseur glücklich ist, gehört zum Alltag. Im besten Fall gibt es 12-Stunden-Tage.
  2. Darum: begeistere Deine Darsteller von Deinem Projekt und prüfe, ob sie an Dich, Deinen Film und an Deine Fähigkeiten glauben. Ist das nicht der Fall, wirst Du eher früher oder später Probleme mit Deinen Darstellern bekommen.
  3. Probe und übe mit Deinen Darstellern vor dem Dreh. Viel!
  4. Stelle sicher, dass die Dialoge sitzen – überprüfe dies vor dem Dreh bei den Proben. Wenn nicht: wechsle die Darsteller, auch wenn es weh tut.
  5. Erkläre und diskutiere den Subtext, so wie vorgehend beschrieben.

Gerade bei der Zusammenarbeit mit nicht-professionellen Darstellern ist es entscheidend, dass Du auf dem Filmset genügend Getränke und angemessene Verpflegung für die Darsteller zur Verfügung steht. Besprich das mit der Filmproduktion. Du bist dafür mitverantwortlich, weil Du andernfalls die Motivationsprobleme als Filmregisseur 1 zu 1 abbekommst. Reichen die Mittel dazu nicht, verzichte auf den Filmdreh! Ignorierst Du diesen Tipp und drehst trotzdem, wirst Du beim Dreh zurück an den Moment denken, in dem Du den vorgehenden Satz gelesen hast. Und Du wirst Dir wünschen, ihn nicht ignoriert zu haben. Du sollst alten Hasen nicht alle Räubergeschichten glauben. Aber die Verpflegung auf dem Filmset ist so wichtig wie Licht und Kamera.

Lesenswerte Ratschläge und unverzichtbare Erfahrungswerte zur Zusammenarbeit mit Laiendarstellern findest Du auch im Interview mit dem Filmemacher Patrick Merz.

Kinderdarsteller: Casting, Motivation und weitere Tipps

Wie führt man Regie bei Minderjährigen? Wie sagt man als Filmregisseur einem Kind, dass es nicht das gewünschte Ergebnis vor der Kamera liefert (knifflig!). Oder ist es besser, man dreht einfach weiter? Was für eine Rolle spielen die Eltern dabei? Übernehmen diese einen Teil Deiner Rolle als Regisseur? Hilft Spielzeug in der Drehpause bei der Entspannung. Oder lenkt es die Kinderdarsteller ab und wirft sie aus ihrer Welt?

Der erste Schlüssel für Deinen Erfolg als Filmregisseur bei der Zusammenarbeit mit Kinderdarstellern liegt im Casting. Ob Du Deine eigenen Kinder, die Sprösslinge von Freunden oder Dir zuvor unbekannte Kinder und Jugendliche anheuerst: die richtige Wahl ist die halbe Miete. Dabei kannst Du die Kriterien, die wir Dir im Abschnitt zu Qualifikation guter Darsteller gegeben haben, ignorieren. Kinder müssen im Kern ihrer Darstellung sich selbst bleiben können. Bei Jugendlichen darfst Du einen Schritt weiter gehen.

Denke als Filmregisseur daran, dass viele Eltern die Filmarbeit ihrer Kinder mehr wollen als die Kinder. Mit etwas Erfahrung wirst Du schnell erkennen, ob die Mutter (vertreten durch ihre süßen Kinder) von Ruhm und Ehre träumt, oder ob die Kinder tatsächlich Spaß vor der Kamera haben.

In den meisten Ländern gibt es strenge gesetzliche Auflagen für Filmdrehs mit Kindern und Jugendlichen. Diese musst Du, zusammen mit der Filmproduktion, kennen und beachten.

Bei der Regiearbeit mit Kindern ist es unabdingbar, vorab zum Dreh eine echte Beziehung zum Kinderschauspieler aufzubauen. Verbringe Zeit mit Deinen jungen Darstellern. Es hilft, wenn  Du schon vorab zu den Proben eine Beziehung des gegenseitigen Vertrauens aufbaust. Kekse versprechen oder die Regie an die Eltern zu delegieren ist der falsche Weg.

Trotzdem musst Du unbedingt darauf bestehen, dass die Eltern bei den Dreharbeiten am Set anwesend sind. Sie müssen nicht zwingend auf dem Set sein. Das kann das Kind möglicherweise auch verunsichern. Aber das Wissen, dass die Eltern in unmittelbarer Nähe sind (einem Nebenraum) hilft immer. Auch wenn die Eltern das für Unnötig erachten: Es muss immer mindestens ein Elternteil anwesend sein, ohne Ausnahme. Gerade bei Kindern kann plötzlich Trost oder Zuspruch erforderlich sein. Das kannst Du nicht leisten. Denn Du bist Filmregisseur, kein Elternteil. Zudem empfiehlt sich die Anwesenheit der Eltern auch aus rechtlicher Perspektive.

Die Zusammenarbeit mit dem Kameramann

Wie Du Deinen Kameramann instruierst und führst, hängt davon ab, wie viel Du als Filmregisseur von Kameraarbeit verstehst (und davon verstehen willst).

Es gibt Regisseure, die definieren den Bildausschnitt auf den Millimeter genau. Sie bestimmen die Brennweite, den Standort der Kamera und jede einzelne Kamerabewegung schon im Voraus auf Stufe Storyboard. Der Kameramann ist diesfalls ein Erfüllungsgehilfe. Er führt aus, was die Filmregie vorausgedacht hat.

Du kannst es aber auch umgekehrt machen: Du suchst Dir einen Kameramann, der Deine Vision mit seinen Vorstellungen ergänzt. Oftmals macht das Deinen Film besser. Diesfalls riskierst Du nicht, Dich in Deinem eigenen Kopf und in Deinen Vorstellungen zu verlieren. Zudem vergessen viele junge Regisseure gerne, dass die Kameraarbeit eine hochkomplexe Tätigkeit in der Schnittstelle zwischen Kunst und Technik ist. Dies zu meistern, dazu braucht es jahrelange Erfahrung.

Viele erfahrene Regisseure arbeiten, wie die Filmproduzenten auch, nach dem Komplementärprinzip. Das bedeutet nichts anderes, als dass Du wissen musst, worin Du stark bist und wo nicht. Das braucht etwas Ehrlichkeit und Vertrauen. Aber der Gewinn daraus ist enorm. Bist Du genial im Umgang mit Darstellern, aber beschränkt interessiert an den Feinheiten der Lichtsetzung, suchst Du Dir eine Kameraperson, die ein Genie im Umgang mit Licht ist. Ob sie dann eher introvertiert oder scheu im Umgang mit Deinen Darstellern ist, berührt das Gesamtresultat des Films nicht. Im Gegenteil, ihr ergänzt Euch gegenseitig: Du bringst Deine Darsteller vor der Kamera zu Höchstleistungen. Dein Kameramann setzt sie in das perfekt zur Szene passende Filmlicht. Mehr kannst Du nicht wollen!

Der Tonmeister ist Dein Freund, hilf ihm!

Weißt Du, was einen Film mehr als alles andere als Amateurproduktion auszeichnet? Mieser Sound!

Für einen Regisseur ist es oftmals schwierig, sich für den Sound gleich stark wie für alles andere auf dem Filmset zu begeistern. Jedes Jahr kommen bessere Kameras auf den Markt, die fantastische, hochauflösende Filmbilder versprechen. Da ist es als Filmregisseur einfach, den Ton und damit den Tonmeister in den Hintergrund zu stellen.

Eine professionelle Filmproduktion zeichnet sich beim Dreh durch die folgenden Punkte aus:

  • Sauberer Dialog: In der Nachbearbeitung willst Du die Kontrolle über die Tonebene. Du willst bestimmen, wie laut der Dialog, wie dominant die Geräusche und wie einnehmend die Musik ist. Eine saubere Mischung ist nur möglich, wenn Du sauberen Ton hast. Sprechen Deine Charaktere mitten auf der Straße und rauscht der Verkehr im Hintergrund mit, ist das kein sauberer Ton. Dasselbe gilt für Menschenmassen, fließendes Wasser. Die Liste ist endlos. Und nein, Filter beheben dieses Durcheinander nicht. Gibst Du dem Tonmeister auf dem Set keine Chance, sauberen Ton aufnehmen, ist der Ton von A bis Z nach dem Dreh nachzubauen. Das kostet Geld und Zeit und als Profi willst Du dabei die richtige Klangperspektive haben. Synchroner Ton alleine genügt nicht.
  • Keine überlappende Geräusche: Trittgeräusche und Eigengeräusche aller Objekte, mit denen sich die Charaktere in einer Szene herumschlagen, verursachen später Kopfschmerzen im Tonschnitt. Auch sie reduzieren Deine Möglichkeiten in der Postproduktion. Stelle als Filmregie sicher, dass der Tonmeister diese Töne einzeln und nach dem eigentlichen Dreh der Szene aufnehmen kann. Schuhe, das Klappern von Töpfen, am Computer tippen, all das willst Du in einem Film in der Regel nur hören, wenn Du es auch irgendwann in der Szene sehen kannst.
  • Vorhandensein von Atmos / Wild Tracks: Atom (auch Ambi oder Ambience genannt) ist der Raumklang. Wie hallt, wie klingt es in einer Location. Die Ton-Aufnahme des Umgebungsgeräuschs (der Atmosphäre) eines Ortes wird in der Bearbeitung benötigt, um Lücken im Klang zu schließen oder um unerwünschte Geräusche zu verbergen. Auch hier gilt: lass den Tonmeister in einem Moment der Ruhe diese Atmosphäre einfangen. Dazu musst Du ihm Zeit und Gelegenheit geben. Du als Filmregisseur machst die Ansage dazu.
  • Drehorte, die nicht nur nach visuellen Kriterien gewählt werden: Filmregisseure und Location Scouts neigen dazu, Drehort nach ihrem Aussehen zu wählen. Was größtenteils auch in Ordnung ist. Film ist ein visuelles Medium. Aber eben auch ein audiovisuelles. Drehst Du mit Originalton, muss der Tonmeister die Location genauso gutheißen wie der Kameramann. Kommt hinzu, dass sich Schauspieler und Crew an einem Ort mit einer infernalisch lauten Geräuschkulisse selten wirklich gut konzentrieren können. Das siehst Du dann auch im Bild.

Im Gegensatz zum Kameramann oder zu den Darstellern kann der Tonmeister selten mit einem Showreel neue Aufträge an Land ziehen. Der Kameramann bekommt atemberaubende Bilder, die er zeigen kann. Die Darsteller spielen einzigartig. Der Tonmeister auf Set aber leistet nur die Vorarbeit. Er muss seine Sounds sauber, getrennt und so klar und deutlich wie nur irgendwie möglich aufzeichnen. Alles Weitere erfolgt dann im Tonstudio, in dem der Tonmeister nichts und der Filmregisseur alles bestimmt.

Dennoch ist der Tonmeister für Dich als Filmregisseur enorm wichtig. 60 % der Wirkung eines Films wird durch den Sound erzeugt. Darum willst Du, dass auch alle mit dem Ton befassten Instanzen bei Deinem Dreh Deine Freunde sind.

Wie man den Film-Musikkomponisten brieft

Als Filmregisseur hast Du natürlich auch das Recht (und ebenso die Pflicht), Deinen Musikkomponisten anzuleiten. Gibst Du diese Aufgabe nicht mangels Wissen und Erfahrung eine Drittperson weiter, erwartet der Komponist von Dir im Mindestens ein Briefing zu diesen Punkten:

  • Musikstil
  • Instrumentierung
  • Zusammenspiel von Musik mit Sound Design
  • Anfang und Ende des Einsatzes der jeweiligen Musikstücke

Natürlich muss der Filmkomponist Deine Vision ebenso verstehen und akzeptieren wie er das Drehbuch verstehen muss.

Noch mehr zur Filmregie: Allgemeine Grundsätze

Als Filmregisseur und Grünschnabel wirst Du nur dann gemeinsam mit Deinen Darstellern und der Crew Deine Ziele erreichen, wenn Du die Grundsätze Deines Handwerks im Schlaf beherrscht und zusätzlich ein gutes Händchen für den Umgang mit Deinen Mitarbeitenden hast.

Darum:

  1. Wisse genau, was Du willst. Das alleine erfordert eine unglaubliche Menge an Vorbereitung und Vorarbeit!
  2. Sei höflich und nett mit allen Beteiligten, bis hin zu den Praktikanten. Du weißt nie, wem Du einige Jahre später (in einer anderen Funktion) wieder begegnest!
  3. Kenne jeden Aspekt Deines Projekts in- und auswendig: Schauspielführung, Kameraarbeit, Set-Design, Musik – es gibt nichts, was Dich nicht interessieren darf.
  4. Als Filmregisseur bist Du auf dem Filmset Kapitän und Steuermann zugleich. Schauspieler und Crewmitglieder wollen einen Regisseur, der eine klare Vision hat und diese einfach verständlich kommuniziert. Also mache Deine Hausaufgaben und bitte erst danach Deinen Film.

Du kannst Deine Großmutter nicht in Scheibchen schneiden und verkaufen. Genau so wenig kannst Du Filme alleine machen. Egal wer Du bist oder wer Du zu sein glaubst. Ein guter Film ist immer mehr als die Summe seiner Einzelteile. Schreib Dir das als angehender Filmregisseur hinter Deine noch grünen Ohren! (Oder erkläre mir als Kommentar, warum ich damit falsch liege!)


Im Interesse der Lesbarkeit ist im gesamten Text die männliche Form verwendet; die weibliche Form ist selbstverständlich immer miteingeschlossen. | © filmpuls logo

Carlo P. Olsson
Wer ist Carlo P. Olsson? 24 Artikel
Carlo P. Olsson begleitet die Herstellung von Filmen, Videos und TV-Serien im Auftrag von Unternehmen, Agenturen und Produktionsfirmen. In seiner Freizeit spielt er Eishockey und beschäftigt sich mit barocker Klangdramatik.

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