«Es gibt keine Regeln beim Filmemachen. Nur Sünden. Die grösste Sünde ist das Unwissen.» - Frank Capra

Teddy's Asshole

Aus Filmpuls
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Teddy's Asshole ein Synonym für den Softlederbezug der Augenmuschel (Okular) an einer professionellen Filmkamera.

Herkunft

Die Herkunft dieser doch etwas gewöhnungsbedürftigen Bezeichnung leitet sich aus dem Loch in der Mitte des Lederstücks her, das vor die Augenmuschel gespannt wird. Das meist vom Kamera-Assistenten von Hand in das viereckige Lederstück geschnittene Loch macht es dem Kameramann überhaupt erst möglich, trotz Lederbezug in das Okular der Kamera zu sehen.

Zweck und Wirkung von Teddy's Asshole

Da die meisten professionellen Kameras im Spielfilm-Bereich aufgrund der hohen Anschaffungskosten für die Dauer der Produktion nur angemietet werden, verhindert der Softlederbezug einerseits eine dauerhafte, unhygienische Verschmutzung durch Hautpartikel und Schweiss des jeweiligen Kameramannes, und macht es für den Kameramann andererseits angenehmer, sein Auge eng an das Okular zu pressen. Gleichzeitig verhindert dieser „Augenmuschelschoner“ bei schweißtreibender Arbeit auf ebenso einfache wie effektive Weise, dass das Okular der Kamera beschlägt.

Sprachgebrauch

Der Begriff gehört zum Insider-Slang von Kameraleuten und Filmschaffenden. Genutzt wird der Begriff heute zumeist noch von Personen, die in der einen oder anderen Form bis Ende der Neunziger Jahre in großen US-Produktionen mitgearbeitet haben.

Einsatzdauer und Kosten

In der Regel wird das Lederstück mehrfach, wenn nicht täglich, während der Dauer der Dreharbeiten gewechselt. Der Preis für einen Softlederbezug beträgt in der Regel um die 10,00 €. Anbieter sind u.a. die etablierten Kamerahersteller ARRI und Panavision.