«Es gibt keine Regeln beim Filmemachen. Nur Sünden. Die grösste Sünde ist das Unwissen.» - Frank Capra

Wirkungsäquivalenz

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Unter Wirkungsäquivalenz versteht man im Film und bei Videoproduktionen die Gleichwertigkeit der Wirkung von zwei unterschiedlichen Medienarten.

Warum Wirkungsäquivalenz wichtig ist

Um ein Werk im Bereich Bewegtbild (Film oder Video) zu schaffen, werden im Rahmen der Kreation und bei der Herstellung unterschiedliche Medien eingesetzt. Zuerst besteht ein Drehbuch auf Papier. Dieses wird anschliessend in ein digitales Medium (Film oder Video) übertragen und später in der Montage im Schneideraum in der finalen Form zusammengestellt. Die Beachtung der Wirkungsäquivalenz stellt sicher, dass sich das angestrebte Filmwerk nicht bei jedem dieser Schritte grundlegend verändert sondern das ursprünglich angestrebte Wirkungsziel adäquat in das neue Medium übersetzt wird.

Korrekte Anwendung der Wirkungsäquivalenz

Richtig angewendet, fragt die Wirkungsäquivalenz nach Sinn und Zweck einer Szene oder eines Elements des Films, und übersetzt dieses Ziel dann kongenial in den jeweiligen Arbeitsschritt.

Beispiele

Probleme mit der Wirkungsäquivalenz können bestehen, wenn ein Darsteller eine Szene nicht so spielt, oder spielen kann, wie es das Drehbuch vorsieht und der Darsteller damit die Dramaturgie oder Storyline verändert. Gleiches kann geschehen, wenn eine Szene oder ein Handlungsmotiv beim Dreh oder im Schnitt falsch, manchmal auch "wörtlich", verstanden wird. Die Thematik der Wirkungsäquivalenz stellt sich auf vielen Stufen und auf unterschiedlichen Detail-Ebenen: so auch beim Schritt vom Exposé zum Treatment, vom Drehbuch zum Storyboard, von Musik-Briefing zum Soundtrack, etc. Am Ende der Herstellung eines Films oder Videos ist auch die Rezeption durch den Zuschauer eine Frage der Wirkungsäquivalenz.