Survival-Kit für Filmemacher: 8 Tipps, die Dir helfen, Deine Ziele zu erreichen

Auf dem Weg zum Erfolg gibt es keine Ausreden. Aber falsche Strategien.

Survival-Kit für Filmemacher: 8 Tipps, die Dir helfen, über Wasser zu bleiben
Die Art, wie wir Hürden überwinden, macht uns zu dem, was wir in Zukunft sein werden.

Um mit seinen Lesern in Kontakt zu treten, braucht ein Autor nicht mehr als einen Laptop und einen Drucker oder eine Webpage. Songschreiber oder Komponisten sind dank Software mühelos in der Lage, seine Notenblätter in Musik zu übersetzen. Anders der Filmemacher. Um seinem Werk die erdachte Gestalt zu geben, braucht er eine Armee aus hoch spezialisierten und hochtalentierten Experten und unanständig viel Geld. Wer alle fünf Jahre einen Film realisieren darf, kann sich oftmals glücklich nennen.

Hollywood, der Ort mit der weltweit größten Dichte an Filmemachern, führt wie jede Millionenstadt eine Statistik der Selbsttötungen. Ganz oben auf dieser tragischen Liste stehen, mit schöner Regelmäßigkeit, … – die Filmemacher. Schuld daran sind nicht die Produzenten oder der Umstand, dass im Wort Filmbusiness eben auch Business enthalten ist.

Natürlich ist das Business knüppelhart. Klar lauert hinter jedem netten Lächeln und jeder freundlichen Umarmung der Futterneid. Trotzdem gilt für Filmemacher, was auch für jeden Bewohner einer Millionenstadt gilt: Nicht jede und nicht jeder tut das Leben in einer Metropole gut. Dies ganz besonders, wenn man sich nicht in der oberen Hälfte der Hackordnung und der Nahrungskette bewegt.

Diese Liste nennt das Kind beim Namen. Warum? Damit hilft Dir dieser Artikel, mit gezielten, knackigen Impulsen, herauszufinden, ob Du für einen Filmemacher oder eine Filmemacherin aus dem richtigen Holz geschnitzt bist. Und weil Worte alleine immer billig sind und jeder mit einer großen Klappe einfach warme Luft rezyklieren kann, präsentiert Dir dieser Beitrag  auch ausgewählte Strategien, wie Du im Filmbusiness Deine Ziele erreichst.

Survival-Kit für Filmemacher: Finde Deine Mission als Filmemacher oder stirb!

Finde Deine Mission als Filmemacher oder stirb!

Sag mir etwas, von dem es auf dieser Welt nicht zu viel gibt (außer Liebe und guten Drehbuchautoren) und ich spendier Dir einen Kaffee! Du wirst nie der einzige Filmemacher sein, sondern immer nur einer von Millionen.

Deine einzige Chance: Du musst Dich spezialisieren. Idealerweise tust Du das mit etwas, das Du besonders gut kannst und besonders gerne machst.

Ob das Interviews sind, Filme über Schnabeltiere oder die Zirbeldrüse (welche als «Das Dritte Auge» oder das «Auge des Horus» bekannt ist, nicht nur für einen Regisseur muss das von Interesse sein!), Hauptsache Du bist in der Lage, in einem Satz zu erklären, warum Du etwas besonders gut kannst.

Lautet Dein Satz «Ich will gute Filme machen!», hast Du Sinn und Zweck der Aufgabe noch nicht verstanden. Lass es mich Dir mit der nicht ganz ernst gemeinten Definition des Amateurs, des Spezialisten und des Experten erklären: Wer ein wenig über vieles weiß, ist ein Amateur. Wer immer mehr über immer weniger weiß, ist ein Spezialist. Wer alles über nichts weiß, ist Experte.

Dieser Weg und Dein Wille, in einer einzigen Sache besser werden zu wollen als der Rest der Welt, das ist Deine Mission. Ein schönes Beispiel, wie man mit der richtigen Mission an die Spitze kommt, zeigt das Beispiel von Dionys Frei und Davide Tiraboschi, die quasi hinter den sieben Bergen mit den sieben Zwergen aufgewachsen sind und es mit ihrer Firma Dedicam trotzdem bis nach Hollywood gebracht haben.

Warum? Egal in welcher Nische Du Dich als Filmemacher bewegen willst: an der Spitze ist immer Platz. Dazu musst Du nicht doppelt so gut sein wie Deine Mitbewerber (außer Du bist weiblich und schön und kämpfst gegen männliche Mitbewerber. In dieser Hinsicht steckt das Filmbusiness immer noch in der Steinzeit). Es ist wie im Sport: Gewinner ist, wer zuerst ins Ziel kommt. Dazu reicht eine Millisekunde oder ein Millimeter Vorsprung. Nicht mehr. Nicht weniger.

Survival-Kit für Filmemacher: Plan the Work. Work the Plan.

Plan the Work. Work the Plan.

Na klar bist Du kreativ! Du weißt, was Du willst und Du willst loslegen. Jetzt gleich! Warum erst morgen tun, was schon heute möglich ist, wirst Du Dir sagen! Trotzdem gibt es gute Gründe, warum Du Dir zuerst mit größter Sorgfalt einen Plan zurechtlegen solltest. Denn egal was Du tust oder willst, es wird ein Marathon.

Glaubst Du wirklich, Du bist in der Lage, einen Marathon ohne Vorbereitung zu laufen? Wenn ja, bist Du entschlossen und irre genug, um im Filmbusiness Erfolg zu haben. Das sind die Good News. Die Bad News lauten: Du wirst Dein Ziel nie und nimmer erreichen! Darauf kannst Du wetten. Vorher fahren Fische Fahrrad.

Ein Langstreckenlauf erfordert Training. Du musst wissen, wie Du Deine Kräfte einteilen musst. Du brauchst Verpflegungsstationen, um zwischendurch Energie zu tanken. Und Du musst Deine Konkurrenz kennen.

Einen Plan zu haben, bringt Dir entscheidende Vorteile. Dir werden Fehler unterlaufen. Das ist nicht weiter schlimm, sondern ganz einfach menschlich. Tragisch sind Fehler nur dann, wenn Du aus ihnen nichts lernen kannst. Ein Plan bedeutet, Du hast Annahmen getroffen, was Du wie angehen willst. Erweisen sich diese Annahmen als falsch, kannst Du sie ändern und Deinen Learnings anpassen. Bist Du aber ohne Plan gestartet, weißt Du nie, ob Dein Misserfolg nur ein Zufall war und worin genau Du Dich geirrt hast.

Als kluges Bürschchen oder Mädel wirst Du aber nicht nur einen Plan für Deine Karriere als Filmemacher erstellen. Sondern auch wissen, dass man, um Erfolg zu haben, die Welt nicht unbedingt neu erfinden muss. Ein langjähriger Berufskollege von mir behauptet, Steve Jobs (* 1955 bis † 2011) wäre in Deutschland schon in jungen Jahren in eine einer psychiatrischen Klinik weggeschlossen worden. Ob richtig oder nicht, Du willst es nicht herausfinden.

Suche Dir stattdessen einen erfahrenen und erfolgreichen Paten im Filmgeschäft und frage ihn um Rat, wie er an Deiner Stelle eine Karriere im Filmgeschäft angehen würde. Du wirst staunen, wie viele Türen sich Dir nur schon dadurch öffnen.

Wenn Du Dich für einen Plan entschieden hast, setze ihn um. Sei hartnäckig, entschlossen. Setze Dir genügend lange Fristen für eine Standortbestimmung. Erst dann ist der Zeitpunkt gekommen, Dir grundsätzliche Fragen zu stellen. Wenn Du kurzentschlossen alle paar Monate Deine Ziele änderst, wirst Du scheitern.

Gehe davon aus, dass Dein Plan einen Horizont von fünf Jahren umfasst. Alle zwei Jahre entscheidest Du, ob Du grundsätzlich auf dem richtigen Weg bist oder ob Du vielleicht nicht doch besser Tierpflegefachperson oder Astrophysiker werden solltest. Alle sechs Monate fragst Du Dich, was Du im letzten halben Jahr gelernt hast und was nicht gut gelaufen ist und wie Du Dich verbessern kannst.

Survival-Kit für Filmemacher: Es ist immer der Mensch. Immer.

Es ist immer der Mensch. Immer.

Filmemacher arbeiten mit und für Menschen. Deine Filme oder Videos werden von Menschen angesehen, gewogen und für gut oder schlecht befunden. Auch wenn Du ein Jahrhunderttalent oder ein Universalgenie bist: Du kommst an der menschlichen Natur nicht vorbei. Selbst, wenn Du Deine Filme oder Videos von A bis Z auf Deinem Computer animiert hast.

Das gilt umso mehr, wenn Du in und mit einem Team arbeitest. Außerordentlich gute Filme entstehen in der Regel, weil sich Talente aus unterschiedlichen Kompetenzfeldern für ein Projekt finden und auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten. Jedes Orchester benötigt einen Dirigenten, aber ohne Musiker ist der beste Dirigent nur ein verkleideter Pinguin, der mit seinem dünnen Stöcklein sinnentleert durch die Luft fuchtelt.

Es ist immer der Mensch. Lies diesen Satz nochmals. Wort für Wort. Viele Filmemacher, besonders wenn nach den ersten Anfangserfolgen die eigene Karriere unerwartet ins Wanken gerät, sind nicht in der Lage, diese Wortfolge korrekt zu verstehen. Sie lesen: Es sind immer die anderen!

Merke Dir: Die anderen, das bist Du selbst. Was Du ausstrahlst, wirft Dein Umfeld auf Dich zurück. Ob direkt oder indirekt, als Filmemacher bist Du für Dein Umfeld Ursache und Wirkung zugleich. In unserem Geschäft wirfst Du mit Bumerangs um Dich und wirst dafür Deine Quittung bekommen.

Beschäftige Dich darum gründlich mit dem, was uns Menschen ausmacht. Erarbeite Dir Dein differenziertes Menschenbild.

Survival-Kit für Filmemacher: Erzähl mir nicht, was andere Dir erzählt haben!

Erzähl mir nicht, was andere Dir erzählt haben!

Es ist eine Pest. Die Pest jedoch hat sich weniger hartnäckig gehalten als der Unfug, als Filmemacher Geschichten erzählen zu wollen, die nicht die eigenen sind. Damit meine ich nicht Tarantino und Konsorten, nicht Zitate und Interpretationen. Sondern Leute, die als Erzählmaschinen alten Kaffee in warme Semmel verwandeln. Wenn Deine Mission darin besteht, als weltbeste Kaugummimaschine bekannt zu werden, kannst Du das versuchen. Du musst Dir von mir dann aber die Frage gefallen lassen, warum Du nicht selbstspülende Toiletten bauen willst. Denn damit hast Du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mehr Chancen, Dir einmal in Deinem Leben eine Trophy Wife oder einen Toy Boy und einen Bentley halten zu können.

Der Mensch kann auf zwei Beinen gehen, weil er ein Rückgrat besitzt. Unsere Wirbelsäule ist mit einem extrem komplexen System aus Muskelbändern verspannt, auf die gewaltige Kräfte einwirken. Bist Du 75 Kilogramm schwer und beherrschst den aufrechten Gang, so wird Deine unterste Bandscheibe mit über 100 kg Zug an Ort und Stelle gehalten.  Zusammen mit dem Publikum will ich diese Spannung in Deinem Rücken, die Dich als Individuum aufrecht hält und welche die Art, wie Du Dich durch Dein Leben bewegst und Dich vom Esel und Schimpansen unterscheidet, in Deinen Storys spüren.

Ich will sehen, wie Du als Filmemacher aufrecht und mit Rückgrat Deinen Weg gehst und wie Du Geschichten erzählst, die niemand sonst auf diese Weise erzählen kann. Beherrschst Du das, bist Du ein Künstler. Kannst Du das nicht, bist Du ein Handwerker.

Dazu musst Du Leben. Dein eigenes Leben. Erst wenn Du verstehst und am eigenen Leib erfährst, dass es kein großartiges Leben und kein grausames Leben, sondern nur großartige und grausame Momente in jedem Leben gibt (beide aber können angenehm oder verdammt lange anhalten), bist Du es wert, dass Dein Publikum seine Lebenszeit gegen Deine Geschichte und Dein Blick auf das Leben tauscht.

Survival-Kit für Filmemacher: Nach dem Marathon ist vor dem Marathon

Nach dem Marathon ist vor dem Marathon

Dein erster Film ist die größte Herausforderung. Niemand kennt Dich. Keine Menschenseele glaubt an Dich und an Dein Talent als Filmemacher. Gleichzeitig musst Du Dir an allen Ecken und Enden noch Wissen erarbeiten. Die Erfahrung, wie der Hase läuft, fehlt Dir. Es gibt nicht viel Schwierigeres, als einen ersten Film erfolgreich auf die Beine zu stellen. Außer seinen zweiten Film zu drehen.

Dein zweiter Film ist die größte Herausforderung. Weil Dein erster Film überzeugt hat, bekommst Du die Chance, Deinen Erfolg zu wiederholen. Gelingt Dir das, kann niemand behaupten, bei Deinem Erstlingswerk handle es sich um einen Zufallstreffer. Scheiterst Du mit Deinem zweiten Film, scheitert Deine Karriere. So viel Druck, wie beim zweiten Film, lastet nie mehr auf Dir. Außer Du drehst Deinen dritten Film.

Dein dritter Film ist die größte Herausforderung. Du hast bewiesen, was Du kannst. Du hast gelernt, wie sich Erfolg anfühlt. Alle wollen mit Dir arbeiten. Finanzierungsprobleme lösen andere für Dich. Plötzlich findest Du Dich nicht mehr nur in den Schuhen des Künstlers, sondern Du bist als Filmemacher ein Wirtschaftsfaktor geworden. Dein Erfolg oder Misserfolg entscheidet über den Geschäftsgang von Unternehmen und das Schicksal der Familien Deiner Mitarbeitenden. So viel Druck, wie beim dritten Film …

Solange Du Filme machst, werden Stress und Druck Deine engsten Freunde sein. Sie liegen mit Dir nachts in Deinem Betten, gehen mit Dir an Filmfestivals über den roten Teppich und schauen Dir bei Interviews mit der Presse über die Schulter. Darum musst Du lernen, wie Du Deine Kräfte als Filmemacher einteilst. Finde Deine Energiequellen und trage ihnen Sorge. Sonst endest Du als Wrack.

Survival-Kit für Filmemacher: Du musst nicht alles wissen. Aber es schadet auch nichts

Du musst nicht alles wissen. Aber es schadet auch nichts

In einer perfekten Geschäftsbeziehung ergänzen sich die Fähigkeiten der Geschäftspartner und befähigen sich beide Parteien gegenseitig, ein für die Einzelperson unmögliches Ziel mit gemeinsamen Kräften zu erreichen. Weil sich beide gegenseitig brauchen, wird keine Seite die andere übervorteilen. Soweit die Theorie.

In der Praxis wirst Du, gerade zu Beginn deiner Laufbahn als Filmemacher, gar nicht wissen, was alles Du nicht weißt. Du schwimmst wie ein fetter roten Karpfen in einem Haifischbecken und bist eine Fleisch gewordene Einladung für unvorteilhafte Deals.

Je mehr Du lernst und weißt, desto weniger wirst Du über den Tisch gezogen. Das gilt nicht nur für die Kreativarbeit und den Herstellungsprozess. Die Verwertungskette Deines Films ist ein genauso großes Minenfeld. Welche Definition von Umsatz oder Gewinnanteilen gilt in den Dich betreffenden Abmachungen? Gewinn vor oder nach Steuern? In welcher Währung? Gedeckelt? Mit Eskalator? Gebunden oder frei?

Zugegeben, man kann gute Filme machen, ohne zu wissen, was eine sphärische Aberration ist. Aber es schadet auch nichts, sich als Nicht-Kameramann mit Schärfefehlern von Kameraobjektiven zu beschäftigen, wie der gute Herr Kubrick schon 1975 mit Barry Lyndon bewiesen hat.

Lerne die richtigen Fragen zu stellen. Auch Deinem Manager und Deinem Anwalt. Auch sie bezahlst Du. Dafür schulden Dir diese Leute nicht nur höchste Professionalität, sondern auch Antworten auf alle möglichen und unmöglichen Fragen. Führe Dir immer vor Augen, dass nicht das Bauchgefühl, sondern einzig und allein Leistung vertrauensbildend ist. Je mehr Du begreifst, desto gezielter sind Deine Fragen und desto größer der Respekt, der Dir entgegengebracht wird.

Survival-Kit für Filmemacher: Warum Dir Plan B bei der Umsetzung von Plan A hilft

Warum Dir Plan B bei der Umsetzung von Plan A hilft

Erfolgreiche Verhandler haben immer einen Plan B. Warum? Weil Du bei jedem Deal und jeder Geschäftsverhandlung immer auch ein bisschen pokern musst. Dabei kannst Du auch verlieren. Das gehört zum Risiko. Brauchst Du einen Deal unbedingt und ganz verzweifelt und kannst Dir den Verlust eines Deals nicht leisten, wirst Du unschöne Kompromisse eingehen müssen, die Du Dir nicht leisten kannst.

Hast Du dagegen ein Auffangnetz, einen ausgereiften Plan B, mit dem Du dasselbe, oder zumindest ein gleichwertiges, Ziel ebenso gut auf andere Weise erreichen kannst, ist das Scheitern von Plan A kein Weltuntergang. Darum wirst Du bei der Verhandlung von Plan A fair, aber auch hart und konsequent auf Deinen wohlüberlegten Forderungen bestehen. Und mit Plan A erfolgreich sein.

Schaffe Dir seriöse Optionen und konkrete Handlungsalternativen. Immer und für Alles. Nur so wirst Du auf allen Karrierestufen sicherstellen, dass Du Deine Ziele erreichst. Ganz besonders viel Spaß machen Verhandlungen immer dann, wenn Du daraus entweder als Gewinner (Dein Plan A) oder aber als Gewinner (Dein Plan B) herausgehst.

Survival-Kit für Filmemacher: Sieh Dir Deinen Film mit Publikum an

Sieh Dir Deinen Film mit Publikum an

Wenn Dein Publikum zu dumm ist, um Deinen Film zu verstehen, bist Du zu dumm, um Dein Publikum zu verstehen. Als Filmemacher hast Du eine doppelte Verantwortung. Erstens eine inhaltliche Verantwortung als Geschichtenerzähler, weil Du die Zuschauer mit auf eine Reise nimmst und damit ihre Welt verändern kannst. Zweitens trägst Du eine moralische Verantwortung, weil der Aufwand, bis Deine Story als Film auf die Leinwand kommt, nie nur Deine Leistung ist.

Befriedigst Du als Filmemacher einzig Dein Ego, missbrauchst Du damit alle, die zusammen mit Dir als Geburtshelfer mitgeholfen haben, dass es Dein Werk überhaupt in dieser Form gibt.

Darum: sieh Dir Deinen Film mit Publikum an. Setze Dich heimlich in die hinterste Reihe in einem beliebigen Kino. Abends um neun und Nachmittags um drei. Lerne Deine Zuschauer, Dich und Deinen Film im natürlichen Habitat neu kennen. Seine eigenen Filme mit einem echten Publikum zu visionieren, fühlt sich jedes Mal aufs Neue an wie eine Operation am eigenen, offenen Herzen. Aber einzig Demut macht Dich und Deine zukünftigen Filme wirklich besser.


Im Interesse der Lesbarkeit ist im gesamten Text die männliche Form verwendet; die weibliche Form ist selbstverständlich immer mit eingeschlossen. | © filmpuls logo

Zachery Z.
Wer ist Zachery Z.? 9 Artikel
Zachery Zelluloid (62) ist in der Unterhaltungsindustrie tätig. Der passionierte Golfspieler und Hobbywinzer schreibt unter Pseudonym, weil er weder seine vertraglichen Schweigepflichten verletzen noch das wirtschaftliche Fortkommen der Berufsgattung Anwalt fördern will. Sein richtiger Name ist der Redaktion bekannt.

Deine Erfahrung dazu?

Input hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Du kannst Deine Daten jederzeit löschen lassen. Informiere uns darüber bitte mit dem Kontaktformular.


*