Checkliste: 7 Fragen, die deinen Imagefilm so richtig erfolgreich machen

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Checkliste: 7 Gründe, die dein Imagevideo erfolgreich machen | © Foto: Pixabay

Der Imagefilm zählt zu den am häufigsten auftretenden Formen der Auftragsproduktion. Er ist aber auch ein Genre, das im Vergleich zu kurzen Clips und anderen Formen der Videoproduktion eine weit höhere Expertise des Filmemachers erfordert.

Hier findest du eine Checkliste mit 7 Kriterien, auf die du bei der Kreation, Planung und Herstellung eines Imagefilms achten musst. Sie machen dein Video erfolgreich.

7 Punkte, die deinen Imagefilm zum Erfolg führen

Unsere Liste richtet sich an fortgeschrittene Anwender. Sie prüft nicht, ob der Fokus deiner Kamera stimmt. Oder ob du dein Storytelling im Griff hast. Aber sie stellt sicher, dass Videoproduzent und Auftraggeber „über den Tellerrand hinaus“ denken.

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Berücksichtigst du die nachfolgenden sieben Punkte unserer Checkliste, darfst du auf weit überdurchschnittlichen Erfolg deines Imagevideos vertrauen.

1Verständnis aller Beteiligten, was ein Imagevideo ist und leisten kann?

Genau hinschauen beim Briefing lohnt sich: Viele Imagefilme müssen Probleme auf Stufe Unternehmen lösen, die Sache des Auftraggebers sind. Es ist nicht die Sache eines Videos, im Rahmen seiner Erstellung strategische Fragen zu definieren! Oder die Auslegung einzelner Werte zu klären. Oder Zuständigkeiten und organisatorische Kompetenzen.

Bei einem Imagefilm stehen die Markenwerte im Vordergrund. Gleichzeitig zeigt ein Imagevideo in der Regel keine Produkte. Im Zentrum stehen immer Kompetenzen, Mitarbeitende  und Werte des porträtierten Unternehmens.

Strukturelle und organisatorische Probleme aufseiten des Auftraggebers dürfen nicht erst im Rahmen einer Produktion geklärt werden. Hier hilft ein sauberes internes Briefing. Dieses erstellt die beauftragende Firma intern schon vorab zur Auftragsausschreibung.

2Authentizität und Glaubwürdigkeit?

Ein Imagevideo ist immer und ohne Ausnahme ein Spiegel des Auftraggebers. Lebt dieser seine Werte nicht oder behauptet er Alleinstellungsmerkmale, die es in Realität nicht gibt, scheitert das Imagevideo.

Der Zuschauer und ebenso die Kunden des Auftraggebers, besitzen – ebenso wie der Markt – ein überaus feines Sensorium für die Wahrheit. Man wird sofort und instinktiv feststellen, wenn in einem Video mit der Wahrheit „flexibel“ umgegangen wird.

3Ein der Aufgabenstellung angemessenes Budget?

Erich Kästner hat in der „35. Mai“ geschrieben: Eintritt frei. Kinder die Hälfte. Beim Imagevideo funktioniert dieses Prinzip nicht. Videoproduktionen kosten Geld.

Natürlich ist es die Aufgabe des Produzenten, mit möglichst wenig Mitteln die größtmögliche Wirkung zu erzielen. Aber zaubern, das kann auch der beste Produzent nicht.

Wo kein Geld für Talent vorhanden ist, ist es nur ein kleiner Schritt bis zu einem zusammengenagelten Imagefilm. „Wer mit Nüssen bezahlt, kriegt Affen“, sagt ein amerikanisches Sprichwort!

4Klar umrissenes Zielpublikum?

Ein Film für alle ist wie ein Schuss mit der Schrotflinte in den blauen Himmel. Vielleicht fällt etwas zu Boden. Ob Schwan, Stechmücke oder ein Deltaflieger lässt sich nicht voraussagen. Darum kann dies für Imagevideos kein Prinzip sein. Denn wer sein Zielpublikum nicht kennt, kann es nicht glücklich machen.

5Eine Kernaussage, die den Zuschauer emotional berührt?

Erstens muss klar sein, was gesagt werden soll. Ein Imagevideo kann nur eine einzige Hauptaussage transportieren. Alle weiteren Botschaften haben sich dieser unterzuordnen und müssen mit der Kernbotschaft im Kontext stehen. Das muss schon im Videokonzept berücksichtigt sein.

Zweitens ist ein Video keine Excel-Tabelle. Bewegte Bilder sind dann gerechtfertigt, wenn sie mehr als nur Informationen transportieren. Filme und Emotionen sind Zwillinge. Sie sollten Hand in Hand gehen. Alles andere ist eine verpasste Chance.

6Bestehen einer durchdachten Strategie für die Distribution?

Kein Imagefilm findet einfach so sein Publikum. Ohne koordinierte und ausgeklügelte Strategie läuft bei der Verbreitung heute nichts. Weder in den sozialen Medien, noch bei YouTube oder auf der eigenen Webseite.

Darum muss nicht nur die eigentliche Filmherstellung, sondern auch die Vermarktung mit einem soliden Budget unterlegt sein.

7Berücksichtigung der Sichtweise wichtiger Anspruchsgruppen?

Wie immer und überall in der Kommunikation besteht die halbe Miete darin, sein Werk aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. Kein Unternehmen hat nur Kunden. Mitarbeiter, Lieferanten, Konkurrenten oder Umweltverbände haben möglicherweise eine eigene, ganz andere Sichtweise!

Je genauer darum alle interessierten Kreise umrissen sind, desto präziser lassen sich allfällige (positive oder negative) Reaktionen abschätzen. Und – wichtiger – vorab schon vermeiden. Big Data, Erfahrungswerte und Marktforschung helfen dabei.

Checkliste: Zusammenfassung als Video

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Im Interesse der Lesbarkeit ist im gesamten Text die männliche Form verwendet; die weibliche Form ist selbstverständlich immer mit eingeschlossen. | © filmpuls online magazin logo

Wer ist Carlo P. Olsson? 39 Artikel
Carlo P. Olsson begleitet die Herstellung von Filmen, Videos und TV-Serien im Auftrag von Unternehmen, Agenturen und Produktionsfirmen. In seiner Freizeit spielt er Eishockey und beschäftigt sich mit barocker Klangdramatik.

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