16 Millionen Euro für Film-Ausfallfonds von Berlin-Brandenburg wegen Corona

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Berlin-Brandenburg: 16 Mio € für Film-Ausfallfonds | © Pixabay

Berlin und Brandenburg beabsichtigen, 16 Mio. Euro für den Ende Sommer geplanten Film-Ausfallfonds bereitzustellen. Der Fonds ist eine gemeinsame Bund-Länder-Initiative. Er greift dann ein, wenn es wegen Corona-Infektionen zu Produktionsausfällen bei einzelnen Produktionen kommt.

Berlin/Potsdam, 10. September 2020

Ausfallfonds in der Höhe von 50 Millionen Euro

Bereits Mitte Juli hatte der Regierende Bürgermeister Berlins, Michael Müller, die Ministerpräsidenten wichtiger Filmländer um Mitwirkung gebeten, um hinsichtlich dieses für die Filmwirtschaft existenziellen Themas zeitnah eine tragfähige Lösung zu finden. Nun planen Berlin und Brandenburg 16 Mio. Euro an den Ausfallfonds in der Höhe von 50 Millionen Euro beizusteuern.

Die Produzentenallianz, die sich seit Anfang Mai für einen solchen Ausfallfonds, wie er etwa in Frankreich oder Österreich längst eingeführt wurde, stark macht, begrüßt die Entscheidung als außerordentlich wichtigen Schritt für die Film- und Fernsehbranche.

Der Ausfallfonds ist das zentrale Instrument, um den Motor der Film- und Fernsehbranche wieder zum Laufen zu bekommen.
Alexander Thies
Vorsitzender der Produzentenallianz

Ohne den Fonds sind Film- und Serienproduktionen vor möglichen Corona-bedingten Ausfallrisiken nicht abgesichert, was dazu führt, dass viele Produktionsunternehmen das Risiko eines erneuten Drehstopps nicht eingehen können.

16 Mio. Euro aus Berlin und Brandenburg

Medienboard-Geschäftsführerin Kirsten Niehuus: „16 Mio. Euro aus Hauptstadtregion für den Film-Ausfallfonds sind ein wichtiges Signal, damit die Film- und TV-Branche die Pandemie überlebt. Solidarisch mit BKM und anderen Bundesländern ist der Fonds eine unverzichtbare Maßnahme, damit Dreharbeiten wieder aufgenommen werden können, um das Risiko von Dreharbeiten ausreichend abzusichern, da es derzeit keine angemessene Versicherung für Corona-bedingte Schadensfälle gibt. Besonders hilfreich wäre die Verwaltung der Bundes- und Länderhilfen aus einer Hand durch die FFA.“

Der Film-Ausfallfonds soll der Branche Sicherheit geben, um Dreharbeiten wieder starten zu können.
Christian Gaebler
Chef der Senatskanzlei Berlin

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach erklärt: „Der Film-Ausfallfonds wird dazu beitragen, Arbeitsplätze in der Hauptstadtregion zu sichern. Die Bundesländer stellen mit diesem Fonds ihre Handlungsfähigkeit in einem wichtigen Bereich der Wirtschafts- und Kulturpolitik unter Beweis. (…) Der Film-Ausfallfonds soll dazu beitragen, dass die Film- und Fernsehwirtschaft in Deutschland recht bald wieder das Produktionsniveau erreicht, wie vor der Corona-Krise.“

Filme und Serien gedreht in Berlin-Brandenburg | © www.medienboard.de / YouTube

Gemeinsame Bund-Länder-Initiative

Kulturstaatsministerin Monika Grütters teilte am 3. Juli mit, dass die Bundesregierung im Rahmen des Hilfs- und Investitionspakets Neustart 50 Millionen Euro für die Übernahme von pandemiebedingten Ausfallkosten bereitstellt. Zugute kommt diese Unterstützung jedoch lediglich Kinofilmproduktionen und hochwertigen Serienproduktionen. Wer auf welcher Basis festlegt, welche Serienproduktion hochwertig ist und welche nicht ist eine interessante Frage.

Quelle: Medienboard Berlin-Brandenburg

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